Page - 712 - in Schriften von Sigmund Freud - (1856–1939)
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aufnahm.
Hören wir dagegen die Folgerungen unseres Autors (ibid., 69): »Es geht aus dieser Beobachtung
hervor, daß 1) der Einfluß der Pubertät bei einem Knaben von geschwächter Gesundheit einen
Zustand von großer Schwäche herbeiführen und daß es dabei zu einer sehr erheblichen
Gehirnanämie[232] kommen kann.
2) Diese Gehirnanämie erzeugt eine Charakterveränderung, dämonomanische Halluzinationen
und sehr heftige nächtliche, vielleicht auch tägliche Angstzustände.
3) Die Dämonomanie und die Selbstvorwürfe des Knaben gehen auf die Einflüsse der religiösen
Erziehung zurück, die als Kind auf ihn gewirkt hatten.
4) Alle Erscheinungen sind infolge eines längeren Landaufenthalts durch körperliche Übung und
Wiederkehr der Kräfte nach abgelaufener Pubertät verschwunden.
5) Vielleicht darf man der Heredität und der alten Syphilis des Vaters einen prädisponierenden
Einfluß auf die Entstehung des Gehirnzustandes beim Kinde zuschreiben.«
Das Schlußwort: »Nous avons fait entrer cette observation dans le cadre des délires apyrétiques
d’inanition, car c’est d l’ischémie cérébrale que nous rattachons cet état particulier.«
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Schriften von Sigmund Freud
(1856–1939)
- Title
- Schriften von Sigmund Freud
- Subtitle
- (1856–1939)
- Author
- Sigmund Freud
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- Size
- 21.6 x 28.0 cm
- Pages
- 2789
- Keywords
- Psychoanalyse, Traumdeutung, Sexualität, Angst, Hysterie, Paranoia, Neurologie, Medizin
- Categories
- Geisteswissenschaften
- Medizin