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Schriften von Sigmund Freud - (1856–1939)
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Page - 2650 - in Schriften von Sigmund Freud - (1856–1939)

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Darstellung der logischen Relationen (S. 310  f.). Letztere beschreiben das allgemeine Verhalten der Traumarbeit, berücksichtigen aber nicht die feinsten und sorgfältigsten Leistungen derselben. [188] Stanniol, Anspielung auf Stannius, Nervensystem der Fische, vgl. loc. cit. [189] Die Örtlichkeit im Flur meines Wohnhauses, wo die Kinderwagen der Parteien stehen; sonst aber mehrfach überbestimmt. [190] Diese Beschreibung ist für mich selbst nicht verständlich, aber ich folge dem Grundsatze, den Traum in jenen Worten wiederzugeben, die mir beim Niederschreiben einfallen. Die Wortfassung ist selbst ein Stück der Traumdarstellung. [191] Schiller ist nicht in einem Marburg, sondern in Marbach geboren, wie jeder deutsche Gymnasiast weiß und wie auch ich wußte. Es ist dies wieder einer jener Irrtümer (vgl. oben S. 208, Anm. 74), die sich als Ersatz für eine absichtliche Verfälschung an anderer Stelle einschleichen und deren Aufklärung ich in der Psychopathologie des Alltagslebens versucht habe. [192] Wenn ich nicht sehr irre, so zeigt der erste Traum, den ich von meinem 20 Monate alten Enkel erfahren konnte, den Tatbestand, daß es der Traumarbeit gelungen ist, ihren Stoff in eine Wunscherfüllung zu verwandeln, während der dazugehörige Affekt sich auch im Schlafzustand unverändert durchsetzt. Das Kind ruft in der Nacht vor dem Tage, an dem sein Vater ins Feld abrücken soll, heftig schluchzend: Papa, Papa – Bebi. Das kann nur heißen: Papa und Bebi bleiben beisammen, während das Weinen den bevorstehenden Abschied anerkennt. Das Kind war damals sehr wohl imstande, den Begriff der Trennung auszudrücken. »Fort« (durch ein eigentümlich betontes, lange gezogenes o o o h ersetzt) war eines seiner ersten Worte gewesen, und es hatte mehrere Monate vor diesem ersten Traum mit all seinen Spielsachen »fort« aufgeführt, was auf die früh gelungene Selbstüberwindung, die Mutter fortgehen zu lassen, zurückging. [193] Seitdem die Psychoanalyse die Person in ein Ich und ein Über-Ich zerlegt hat (Massenpsychologie und Ich-Analyse, 1921 c), ist es leicht, in diesen Strafträumen Wunscherfüllungen des Über-Ichs zu erkennen. [194] Analog habe ich die außerordentlich starke Lustwirkung der tendenziösen Witze erklärt. [195] Diese Phantasie aus den unbewußten Traumgedanken ist es, die gebieterisch non vivit anstatt non vixit verlangt. »Du bist zu spät gekommen, er lebt nicht mehr.« Daß auch die manifeste Situation des Traumes auf non vivit zielt, ist S. 409–11 angegeben worden. [196] Es wird aufgefallen sein, daß der Name Josef eine so große Rolle in meinen Träumen spielt (siehe den Onkeltraum). Hinter den Personen, die so heißen, kann sich mein Ich im Traume besonders leicht verbergen, denn Josef hieß auch der aus der Bibel bekannte Traumdeuter. [197] Rêve, petit roman – day-dream, story. [198] Ein gutes Beispiel eines solchen, durch Übereinanderlagerung mehrerer Phantasien entstandenen Traums habe ich im ›Bruchstück einer Hysterie-Analyse‹ 1905 e analysiert. Übrigens habe ich die Bedeutung solcher Phantasien für die Traumbildung unterschätzt, solange 2650
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Schriften von Sigmund Freud (1856–1939)
Title
Schriften von Sigmund Freud
Subtitle
(1856–1939)
Author
Sigmund Freud
Language
German
License
CC BY-NC-ND 3.0
Size
21.6 x 28.0 cm
Pages
2789
Keywords
Psychoanalyse, Traumdeutung, Sexualität, Angst, Hysterie, Paranoia, Neurologie, Medizin
Categories
Geisteswissenschaften
Medizin
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