Page - 115 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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untergestellte Tpreihe so gestützt wird, daß die Eisenstange gleichsam
die Verlängerung des Hammerhelbes bildet, worauf der Hammer
nun nach Belieben nach dem Hals des Helbes vorgeschoben, oder
auf die Eisenstange zurückgezogen werden kann; man schiebt den-
selben vor, um ihn auf den Hals zu probiren. und zieht ihn zu-
rück, um len Hals an jenen Stellen nachputzen zu tonnen, wo
noch zu viel Holz ist, und nimmt das wechselweise so oft vor, bis
der Hammer genau anschließend, zu den Achseln des Helbes zurück«
geschoben werden tann, welche aber noch nicht die richtige Gestalt
haben. Zur genauen Herstellung der Achseln wird es nothwendig,
den Hammer mit seiner Vahn, wovon das Mittel über dem Mittel
der Amboßbahn seyn wird, nun auch in der Vahnneigung die ge-
wünschte kag» zu geben, indem man zwischen Hammer und Helb
am hintern oder «ordern Ende, über oder unter dem Helb, einen
Keil eintreibt, bis die Hammerbahn die entsprechende Neigung gegen
die Amboßbahn erhalten hat, wobei natürlich beide Vahnen am »or-
dern Ende sich nahe berühren werden. Hierauf faßt man mit einem
Vleizirkel die Größe, um wie viel das vordere Ende der Hammer-
bahn noch vor der Amboßbahn zu stehen kömmt, und bezeichnet sich
diesen Abstand vom Rande der beiden Hammerseiten (Hammerwan-
gen) Nälh der ganzen Höhe der Hclbstiten, wodurch die genaue Ge»
stall der Achseln des Helbes bezeichnet ist, die sofort nach wieder
vorgerücktem Hammer genau ausgehauen, und dann endlich der
Hammer genau an die Achseln gerückt werden kann.
Die Hammerhelbe werden beim Kopfe stets mit einer geringern
Höhe ausgehackt, als die bestimmte Höhe des Hammeraugcs beträgt,
daher die Achseln immer nur von den Helbseiten gebildet weiden.
Meist beträgt dieser Höhenunterschied 2 bis 4 Zoll, und davon wird
etwa V« bis 1 Zoll auf der obern Seite durch die hölzerne Ham-
merseele, der übrige Naum aber auf der untern Seite durch die
Befestigung mit eisernen Keilen ausgefüllt. Die aus Buchenholz
gefertigte Hammersecle erhält die ganze Breite des Hammerauges,
ragt in der Länge beiderseits etliche Zoll vom Hammertopf heraus,
und ihre Dicke muß in so ferne keilförmig seyn, als dies die Ge-
stalt des damit auszufüllenden Raumes fordert, wenn der Hammer
genau an den Achseln anliegt. Wenn die Hammerseele »ingesteckt
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Title
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Subtitle
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Author
- Peter Tunner
- Publisher
- C. Tanzer'schen Schriften
- Location
- Graz
- Date
- 1846
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.09 x 19.47 cm
- Pages
- 540
- Keywords
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen