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ist, lrnden auf der untern Seit» dle eisernen Zulagen und Keile
eingelegt und eingesteckt, aber noch nicht festgekeilt; darauf die über-
flüssige Helbliinge am Kopfe abgesägt, dabei vcn unten meist ein
Absatz gebildet, um leichter zu den Keilen gelangen zu tonnen, dann
zur Verhinderung des Spaltens am Helbende der sogenannte Schöpf»
ring aufgepaßt, das schief abwärts gehend« Loch für den Tchopf«
nagel möglichst knapp am »ordern Rande der Hammerseiten durch«
gebohlt, der Nagel zur bessern Vermeidung des Vcrrückens vom
Hammer vorgeschlagen, und endlich das sogenannte Vauerblech,
zum Schutze des Holzes gegen das Abstoßen am Vau«r bestimmt,
lm rothglühenden Zustande zwischen den Helb und dessen Unterlage ge<
legt (wozu der Helb mit der Wasserschütz» etwas gehoben wird),
die beiderseitigen Laschen desselben aufgehoben, und mit Handschlägeln
das ganze Vlcch an den Helb angepaßt, die Laschen angenagelt,
und das noch glühende Blech mit Wasser begossen, um «in Andren«
ne» des Helbes zu vermeiden. Alle dies« letztgenannte» Ding« sind
sehr deutlich in Fig. 1, 2, 5 und 6, Tab. II , zu erkennen, und ihr
Anbringen so einfach, daß man selbes nur einmal zu sehen braucht.
Es bleibt jetzt nur noch übrig, die Hubhöhe des Hammers
genau zu bestimmen, wornach erst das vollkommene Festkeilen der
Relnbeile und endlich des Hammers selbst erfolgen kann. Man
uniersucht voreist die dem Hammer bei der verläufig ertheilten An»
ordnung zukommende Hubhöhe, indem man ihn von den Erteln
heben läßt, und mittelst des Vauers so untcrspreitzt, daß die Ertel
den Sohlring kaum mehr erlangen können, und mißt dann die
Hubhöhe, welche nach der vorder« Entfernung der Hammerbahn
zur Ambcßbahn bestimmt wird- Für einen Zerrennhannner gldt man
gewöhnlich 18 Zoll, für einen Streckhammer 12 Zoll Hubhöhe,
kann jedoch für besondere Fälle um mehrere Zoll davon abweichen.
Zeigt sich bei dieser Untersuchung der Hubhöhe, daß selbe z. V. um
2 Zoll zu groß oder zu klein sey, so muß man bei dem Unter«
legen der Reinbeile oder Neinstangen ein Vret mit 1 Zoll Höhe
herausnehmen oder zulegen, was einfach dadurch bewerkstellig! wird,
daß man zuerst die Verkeilung des einen Reinbeiles oder der einen
Reinstangc losmacht, und bei diesem die gewöhnlich aus mchrere»
Vrctern bestehende Unterlage regulirt, dann diese Seite wiedcr fest-
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Title
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Subtitle
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Author
- Peter Tunner
- Publisher
- C. Tanzer'schen Schriften
- Location
- Graz
- Date
- 1846
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.09 x 19.47 cm
- Pages
- 540
- Keywords
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen