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es einleuchtend, daß man zur Erzeugung einer geringen Windmen«
ge, wie ?ur Hervcrbringung eines sehr gepreßten Windes, sich nicht
mit Vortheil des Centrifugalgeblases bedienen kann; denn wollte
man die Fläche des Windstügcls nur in der Größe herstellen, wie
es den Düfenmündungen für die kleine Windmenge entspricht,
so würde der Verlust des Windes durch das Ausweichen desselben ge-
gen den nöthigen Spielraum bei den Seitenwinden des Gehäuses
unverhältnißmäßig groß ausfallen, und zwar um so mehr, je hoher
die Windprcssung getrieben werden soll. Es wäre sehr zu wün-
schen, daß man über die nöthige Vetticbskraft eines Ventilators,
bei verschiedener Gestalt und Größe des Wintfiügel, wie bei ver«
schieden« Menge und Pressung des gelieferten Windes, genaue
Versuche vornehmen möchte. Berechnet man die nötkige Vetriebs-
kraft nach der Fläche des Windflügels und demjenigen Luftwider-
stände, welcher der mittleren, oder vielmehr der Geschwindigkeit des
Schwingungspunctes der Flügelfläche entspricht, so ist dieselbe noth-
wendig um jenen Antheil zu groß, der dem Ausweichen der Luft
nach den Seiten entspricht.
Jede Verengung der ««getheilten Windleitung bis vor den
Düsen muß sorgfältig vermieden werden; dagegen sind Erweite-
rungen derselben, so wie ein größerer Durchmesser des Ventilator-
gchäuses nicht nachtheilig, im Gegentheile durch die verminderte
Reibung an len WändeN IM vortheilhaft. Um die große Lei-
stungsfähigkeit bezüglich der Windmengc eines Ventilators, wie die-
selbe nach dem Vorausgegangenen zu entnehmen ist, aus der Prarii
zu bestätigen, kann angeführt werden, daß der Verfasser in der
ten Düsoimünlungen, zu ihrer Gleichheit, bei ler vorhandenen Breite V«
Auestromungsoffnung >m Ventilalorgehause, eine Zunahme >n ler Hohe l,c»
ser lcyteren erforlert. Weil «der liefe Zunahme im Verhältnisse zur Grosic
det äußern Halbmesser«, mcist nur »enig betragt, so ist auch die Abnabm«
»er Winlpressung mcht sehr merMch, besonlere auf einem Quecksilber» Äla«
nometcr, wie ler sechste Versuch in ler vorhcrgchlNlcn Note de!»c>it Will
»>»n demnach dei vermehrter Düsenmünlu»!, l,e gleiche Wmlpressung del»
eehalten, so muß lie Oeschwinligkeit»er Flügel in ebenlemselben, mcht lehr
mcrlbarcn Verhältnisse zunehmen- Diese Verhältnisse gelten aber offenbar
nur >n so lange, «lo l,e G^sammtfiäche lcr Düsenmiinlungen l»e Fläcliclee
Auifiusjrnünlung im Ventilat»r«chäuse nicht überschreitet; über l»c'e Glän-
ze hinaus musj l,e Weschwineigkeit lee bei lcn Düsen enüvcichenl.'N Win-
»ts im gleichen HIaie «bnehmen, in «elchem lie Düsenöffnungen h
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Title
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Subtitle
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Author
- Peter Tunner
- Publisher
- C. Tanzer'schen Schriften
- Location
- Graz
- Date
- 1846
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.09 x 19.47 cm
- Pages
- 540
- Keywords
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen