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gleich mit den Fußplatte» ü, die zur Vcfestigung d?s Ganz«, die«
nen, in Einem gegossen werden. Vcidc Scitcnlhcile sind dxrch
einen Streifen stärkcrn Eisenbleches o, nach der äußern Vreite des
Gehäuses beschnitten, mittelst Schrauben l verbunden, welche von
außen angezogen, im bcnöthigten Falle wieder gelöst werden lön<
nen, wenn z. V. am Flügelrade eine Reparatur vorzunehmen ist;
damit der Schluß luftdicht ausfällt, kann man einen Kitt, oder
ein in Fett getränktes Vand von Wollzeug dazwischen geben. In
der röhrenartigen Verlängerung der beiden Einströmungscffnungei,
l» ruhen die mit Schrauben befestigten Lager ß der Achse des Flü«
gelrades, welche ein metallenes Futter erhalten und mit niedergc«
schraubten Deckeln verschen sind. Natürlich müsscn die Lager thun-
lichst genau concentrirt, oder wenn so gewünscht, beide gleich ex-
centrisch gestellt werden. Die Achse des Flügelrades, von Schmied«
eisen gefertigt, muß genau abgedreht, und die Riemenscheibe l,
kann füglich aus Einem Stücke mit der Achse hergestellt und abge-
dreht werden. Auf der Achse sitzt der mit einem Splinte festge-
haltene, aus Gußeisen gefertigte Armstock, an dessen Annen di«
harthölzcrnen Vretchen der Windflügel mit 4 Schrauben befestiget
sind, und die eben so gut aus Eisenblech bestehen könnten. Damit
sich die Achse sicher in ihren Lagern bewege, die Flügel an den
Seiten nicht anstreifen, ist an dem einen Ende derselben eine
Stellschraube k angebracht. Vci ctwas accurater Arbeit könncn
die Flügel auf '/< Zoll Spielraum bei jeder Seitenwand einge-
richtet werden.
Soll die Bewegung eines Ventilators durch ein Wasserrad ver-
mittelt werden, wie bei uns meist der Fall, so muß die nöthige
Geschwindigkeit des erstern mit Hülfe eine« mehrfachen Vorgeleges
zu Stande gebracht werden. Dabei wird man in den ersten Ver-
setzungen, von der Welle des Wasserrades aus, Zahnräder anwen-
den, weil dort noch keine große Geschwindigkeit, dafür aber mehr
Kraft zu übertragen ist, wogegen zu den letzten Versetzungen, w«
große Geschwindigkeit, aber wenig Widerstand Statt hat, die Rie.
menschcibcn angewandt werden. Im einfachsten Falle kann man
mit zwei Versetzungen auskommen. Soll z. V. die Geschwindigkeit
des Ventilators als Marimum in 1200 Umdrehungen bestehen,
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Title
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Subtitle
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Author
- Peter Tunner
- Publisher
- C. Tanzer'schen Schriften
- Location
- Graz
- Date
- 1846
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.09 x 19.47 cm
- Pages
- 540
- Keywords
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen