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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Page - 192 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 192 — überpinselt, welches man 4 bis 5 mal wiederholt, nachdem die auf- getragene Masse inzwischen jedesmal gut eingetrocknet war, wozu stets 6 bis 12 Stunden crfcrderlich sind. Nun wird die vollkom- men eingetrocknete Graphitmasse mit Bimsstein übcrschliffen, wobei man sich zweier Vimsstcine bedient, die von Zeit zu Zeit gegensei- tig abgerieben, dann wieder die Graphitirung damit überschliffen wkd, u. s. f. Vis die Graphitirung allenthalben glatt geschliffen erscheint, wird sie an manchen Stellen wieder ziemlich abgerieben, für keinen Fall schon «on genügender Stärke seyn. Aus diesem Grunde wird das mehrmalige Ucbcrpinscln mit dazwischen erfolgten» Eintrocknen und endliche Abschleifen mit Äimsstcinen in der Regel dreimal wiederholt; mithin kommen im Ganzen 12 bis 15 einzel- ne Uebcrzüge und 3 Abschleifungcn, wovon die letzte natürlich mit feinern Vimsstcinen, überhaupt mit mehr Genauigkeit ausgeführt wird. Einige Gcbläscbauer pflegen zu den ersten 4 bis 5 Nebel- zügen etwas mehr Leim, zu den letzten dagegen mehr Graphit, «nd nur zu den mittlern ungefähr das angegebene Verhältniß zwi- schen Leim und Graphit beizubehalten, welches Verhältniß überhaupt nicht als genau das beste anzusehen ist; aber so viel ist gewiß, daß eine nach dieser Vorschrift ausgeführte Graphitirung über 10 Jahre ohne alle Reparatur gut gehalten hat. Veim Gebrauche des Gebläses wird die Graphilirung durch die Liedtrung selbst bald zu einem vollkommenen Spiegel polirt, der bei den verkommensten Culmdergedlä'sen kaum schöner seyn kann. Tie Stärke der neu hergestellten Graphittruste betragt unge» fähr '/,, Linie, und dauert, wie bereits erwähnt, gegen 111 und mehr Jahre, was nebst der Graphitirungsbeschaffenheit auch wesent- lich von der Liederung und der gleichförmigen Kolbendrückung ab- hängt. Erscheint die Graphitirung durch den Gebrauch so weit ab- gerieben, daß stellenweise wieder das Holz der Seitenwände sichtlich wird, so schreitet man zur Erneuerung derselben. Zu dem Ente mö- gen die Kästen ganz unverrückt stehen bleiben, obschon man dann etwas unbequemere Arbeit hat. Vorerst muß die alte ungleich ab- genützte Graphitirung abgeschabcn werden, so gut es angehet, wor« nach die frische Graphitirung ganz nach der Art der eisten Her- stellung aufgetragen wird. Man hat auch versucht bei Kästen, die
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden