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sind dle Reparaturen der Gebläse, verglichen mit jenen bei den
Hammerschlazen, sehr selten.
ß O4. Wenn von der Geschwindigkeit und Menge des Win«
des bei Gebläsen die Rede ist, versteht man darunter immer jene
Geschwindigkeit, mit der die Luft aus den Düsen strömt, und jene
Menge, die aus den Düsenöffnungen gelangt; denn nur dieser
Wind ist der wirksame.
Die Geschwindigkeit, mit welcher die Luft bei der Düsen-
mündung entweichet, hängt ganz von der Spannung und Tempe»
ratur derselben ab. Kennt man die Spannung und Temperatur
der Luft vor der Düsenmündung, so kann dann die Geschwindigkeit,
mit der sie entweichet, berechnet werden. Nm die Spannung oder
Pressung des Windes zu finden dient das Manometer, der
Windmesser, welchem man eine sehr verschieden« Einrichtung
geben kann. Die Abbildung Fig. 30 Tab. Hl. zeigt einen der
einfachsten und entsprechendsten Windmesser, den man sich im Noth«
falle leicht selbst anfertigen kann.
Er bestehet in einer gewöhnlichen cylindrischen Glasröhre,
deren innere Weite 2 oder 3 Linien Durchmesser hat, und die in
der Richtung von » k o e, oder »^ k o e abgebogen, an den En«
den » oder ^ mit einem angeschobenen Korkpropfe versehen, oder
nur mit in Leimwasser getränkten Bindfäden umwunden, in ein
entsprechendes Futteral oder Gehäuse gebracht, mit einer Scala mn
versehen, und endlich von e aus mit einer Flüssigkeit, bis l,<1 un-
gefähr, gefüllt wird. Mit dem tonischen Zapfen » oder «^ wird
der Windmesser in eine entsprechende Oeffnung der Windleitung
so gesteckt, daß die Schenkel ek und eo, folglich auch die Scala mn
in lothrechte Lage kommt. Streng genommen soll der Windmesser
immer dort aufgesteckt werden, wo sich die konische Düse mit den cy-
lindrischen Windleitungsröhren vereinigt. Wie nun der von » oder
»< kommend« Wind auf den Flüssigteits-Spiegel bei <! drückt,
welcher Druck dem des Windes in der Windleitung gleich seyn wird,
so muß die eingefüllte Flüssigkeit in ä sinken, in l, aber steigen, und
die Differenz der Höhe zwischen beiden Spiegeln gibt die Drucksäule
von der eingefüllten Flüssigkeit unmittelbar an, und kann auf der
Scala abgelesen werden. Vci den Verechnungen pflegt man die
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Title
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Subtitle
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Author
- Peter Tunner
- Publisher
- C. Tanzer'schen Schriften
- Location
- Graz
- Date
- 1846
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.09 x 19.47 cm
- Pages
- 540
- Keywords
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen