Page - 237 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Image of the Page - 237 -
Text of the Page - 237 -
- 237 —
Gefalle 13 Fufi, so ist die nöthige Menge Aufschlagwasser
Secunde ,n --- - . ^ — 3^ Kubikfuß.
Sehr bequem ist es, wenn man zur Verglcichung des ver-
schiedenen Nutzeffectcö bei Geblasen, tic mit Wasserrädern betrie-
ben werden, sich der Formel bedient ^ ^ , wobei k n den reinen
Iv II
Nuheffect, lc, II aber den rohen Krafteffcct, nämlich K, die Menge
des Aufschlagwasscrs in Kubikfusicn r>el- Secunde, und II die ganze
Gefällshöhe in Fußen bezeichnet. Nimmt man die Theilung von
k k durch X. II wirklich vor, und druckt den Quotienten, der na-
turlich immer kleiner als 1 seyn wird, durch zwei Decimalstelle»
aus, so zeigt dieser unmittelbar den reinen Nutzeffect in Procenten
des rohen Krafteffectcs an, wenn man die zwei Decimalstellcn als
ganze Zahlen nimmt. — Den größten Nutzeffect, der dem Verfasser
vorgekommen ist, gab das Wasscrtonncngebläse zu Ebcrstcin in Kärn-
ten; er war nämlich bei einem oberschlächtigen Wasserradc 65 Pro-
cent. Bei guten Culindergebläscn und guten obcrschlächtigen Was-
serrädern ist der Nutzcffect gewöhnlich zwischen 50 und 60 Pro-
cent, 63 Procent ist schon eine grcße Seltenheit. Gute Kastcnge-
bläse mit Graphitirung geben bei cberschlächtigcn Rädern 35 bis
40 Proccnt; bei der Leistenlicdcrung nach älterer Art aber selten
mehr als 28 bis 30 Procent, und das nur, wenn sie in vollem
Gange sind, und keine eigentliche Windlässigkeit Statt findet. Vei
älteren Kastcngebläscn wird selten mehr als 20 Procent getroffen.
Die hölzernen Välgc bei oberschlächtigen Wasserrädern und mit einem
Vorgelege versehen, kommen auf 12 bis 15 Proceut; aNein die
gewöhnlichen Spihbälge, wie sie in der Mehrzahl existircn, mit nu-
tcrschlächtigen Rädern betrieben, kommen kaum auf 5 Prccent.
Ein Wassertrommelgebläse kann auf 7 bis 9 Procent gebracht werden.
Diese Grfahrungsdaten sind zu Vorausmaßen bci Werksan-
lagen von großer Brauchbarkeit. Sie «eigen sehr deutlich den gro-
sien Unterschied in den ncthigen Vetricbsträften bei verschiedenen
Gebläsen, und können selbst ,ur Bestimmung der nöthigen Menge
des Aufschlagwassers mit uoller Beruhigung in Anwendung ge-
bracht werden. Sollte man ;. A, ein Cylmtergcbläse aufstellen,
welches in der Secunde 10 Kubikfuß Win? mit 30 Zoll Wasser-
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Title
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Subtitle
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Author
- Peter Tunner
- Publisher
- C. Tanzer'schen Schriften
- Location
- Graz
- Date
- 1846
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.09 x 19.47 cm
- Pages
- 540
- Keywords
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen