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und 6 den Lufterhihungsapparat vorstellet. AuS dem Lufterhitzungs-
raume gelangt die Flamme durch die mit einem Schuber versehen»
Oeffnung «! in den Raum der kleinen Esse N. Ein gleicher Schu-
ber befindet sich hinter der Fuchscffnung c, welcher durch die Schub-
stange t Fig. 12 bewegt werden kann. » bezeichnet die Arbeitsplatte,
(Eßbant), d die Arbeitsthürcn, ß und !, sind zwei Thüren zur Rei-
nigung des Lufterhihungsapparates. Die vom Gebläse kommende
Luft gelangt durch die Leitung k in den Erhitzuugsapparat, welcher
aus den vier Röhren l bestehet, die durch Vogcnstücke unter ein«
ander verbunden sind, und aus denen der erhitzte Wind endlich mit-
telst der Leitung m zum Eßeisen geführt wird. Es ist dieses folg-
lich ein Wasscralfinger-Apparat, denn die gesammte Windmenge
muß hierbei stets durch Ein Rohr passircn, wodurch der Apparat
zwar vereinfacht, aber der Röhrcnwiderstand beträchtlich vermehrt
wird. Das Aeußcre des Maucrwcrkes von den Räumen ^, ü und
<I wird durch verankerte Eisenplatten zusammen gehalten, eine Ve»
fcstigungsart, welche bei allem derartigen Gemäuer die meiste Halt-
barkeit gewährt.
In den Figuren 4 bis 7 ist ein Frischfeuer mit Vorglühherd,
aber ohne Lufierhitzungsapparat, von Ha mm er au dargestellt, wo
diese Glühhcrde zur Erhitzung des sämmtlichen Matcrialeisens für
das daselbst befindliche Stabeifcnwalzwert dienen, und in dieser Be-
ziehung kaum rtwas zu wünschen übrig lassen. ^ ist die Herdgrube,
» die Eßbank, und l, die Oeffnung zum Hereinbringen der Noh-
eisengan; (des Striezelstosfens) c, von welcher der jedesmalige Reh«
eisenbcdarf für eine Luppe (Dachet, SchmeUgut) abgeschmol^ en wird.
Dieses Rohcisenstück ruht auf den zwei Walzen m, n, und zu des-
sen bequemem Vorrücken oder Zurückziehen sind uir Seite am Vode,l
verzahnte Stangen ^> befestiget, welche der Wuchtstange, mit der
diese Bewegung des Rcheiscnstückrs geschieht, zur Unterlage dienen.
Die im Frischherde .V entwickelte Flamme zieht in den Glühherd
Ii, und gelangt aus diesem durch die Fuchsöffnung l in den Essen-
ranm. Zur Negulirung der Hitze im Glühherde dient der Schuber
8, welcher durch das Stangenwerk K bewegt werden kann. Zum
Einbringen und Ordnen des verschiedenen Materialeisens werden
gewöhnlich die Thüröffnungen e, e gebraucht: zum Ausnehmen des-
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Title
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Subtitle
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Author
- Peter Tunner
- Publisher
- C. Tanzer'schen Schriften
- Location
- Graz
- Date
- 1846
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.09 x 19.47 cm
- Pages
- 540
- Keywords
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen