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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 362 — gruben erörtert worden sind. Die Tiefe der Herdgrube ist sehr ver- schieden, von 4 bis über 16 Zoll, und es hat diese Dimension auf tc» Gang des Frischfeuers den größten Einfluß, den wir im Z. 82 näher kenne» lernen werden. >?i:Oen oben gesehen bilden die vicr Seiten der Herdgrube sehr selten ein Quadrat, in der Ncgel weichen sie scgar von einem Recht- ecke ab, indem jede der vier Seiten eine andere Länge hat, und kaum Eine Ecke einen rechten Winkel bildet. Die vom Sinterbleche und Gichtzackcn gebildete Ecke pflegt die längste zu seyn, d. h. sie ist vom eigentlichen Schmclzraume am meisten entfernt, wodurch sie zugleich am meisten spitzwinklig ausfallt; man macht sie am längsten, damit man beim Aufbrechen des Schmelzgutcs in dieser. Ecke mit der Brechstange unter dasselbe gelangen kann. Die Ab- weichung bei den übrigen Ecken soll eine Aenderung des Feuergan- ges bezwecken; allein mit einer geringen Abweichung ist sicher nur wenig bezweckt, und eine bedeutende ist jedenfalls schlecht. Ob die Länge oder Breite der Hcrtgrube mehr betragen soll, hängt ganz von dem Frischverfahren ab. Bei allen Frischmcthoden, wo das Schmelzgut viel mit der Brechstange behandelt werde» muß, beträgt die Breit« mehr als die Länge; wenn dagegen das Roheisen mit einmal gaar eingcschmolzcn wird, wie das bei unserm weißen Roh- eisen der Fall ist, so ist die Länge größer als die Weite. Wir müs- sen diese Dimensionen bei jeder einzelnen Frischarbeit kennen lernen. Von Wichtigkeit ist es, daß die Abbränder in ihrer bestimmten Stel- lung recht gut befestiget sind, well sie gegen das Wuchten mit den verschiedenen Arbcitstangen, besonders beim Ausbrechen des Schmelz- gutes, oft großen Widerstand leisten müssen, ohne dabei verrückt zu werden. Man erreicht die nöthige Festigkeit durch Eiscnteile, welche zwischen die Abbräudcr und das dahinter befindliche Uauerwerl eingetrieben werden. Gewöhnlich wird dem Form« und Wmtabbrand eine größere Länge ertheilt, als die Vreite der Hcrtgrube fordert, und zwischen diesen werden dan» das Sinterblcch und der Wolfab- brand eingeklemmt. Man benutzt die Vorsprünge dcs Form- und Windabbrandes öfters zur Unterlage für die Eßbank, und versieht sie zu dem Ende mit eigenen Einschnitten, eben bceit genug zur Aufnahme der Eßbank; namentlich geschieht dieses bei den kärntnc-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden