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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 290 — soll man bei eisernen Herdwänden die ganze Breite des Herdes mög- lichst klein machen, und dann muß das Eßeisen in die Mitte gelegt werden, weil jede Abweichung hiervon nur nachtheilig seyn könnte. Eine überstüssige Herdbceite würde hierbei nachthcilig auf den Koh- lenverbrand und auf den Gang des Feuers wirken, weil in letzte- rer Beziehung die entfernter» Theile des Schmelzgutes an der Ar- beitseite wie an der Hinterscite mehr roh bleiben müssen. Gut ge- baute Schwallfeuer sind an der Formseite 18 bis 19 Zoll breit, tuid das Formmittel steht von beiden Seiten 9 bis 9 V, Zoll ab. 2>en Stahlfcuern muß um 3 bis 4 Zoll mehr Vreite ertheilt wer- den, weil sich das rohere Schmelzgut im Herde mehr ausbreitet, Häher die Abbränder angreifen, oder mindestens sich sehr fest ein- tlemmen und dadurch das Ausbrechcn erschweren würde; aber auch bei dieser größer« Vreite kommt das Gßeisen in die Mitte derselben zu liegen. Mit der Entfernung des Gßcisens von der Wolfscite steht in Rücksicht auf den Feuergang in engem Zusammenhang die Richtung der Fermachse, so wie die Ertheilung eines Hinier- oder Vorder-Maules ; denn offenbar muß hierdurch der Wind mit seiner Wirkung ebenfalls mehr nach der vordern oder hintern Seite geleitet «erden. Eine Wendung des Eßeisenrüssels nach der Hinterseite oder ein Vordermaul desselben wird nie angewandt, wohl aber bisweilen eine Wendung nach der Vorderseite, oder an dessen Stelle ein Hin- termaul. Dabei liegt die Ansicht zu Grunde, daß es vortheilhaftcr seyn müsse, die Wirkung des Windes mehr nach der Arbeitseite zu leiten, weil von dort die zu erhitzenden oder cinzuschmelzenden Massen in den Herd gebracht werden; zugleich will man dadurch ein erleichtertes Abstießen der Schlacke bezwecken, wenn ein Theil der- selben abgestochen werden soll. Allein in ersterer Veziehung ist die Ansicht unrichtig, weil man bei der Arbeit die dem Winde auszuse- hende« Massen nach der Richtung deS Windes, nicht aber letztere nach der Stelle, wohin da« von dem Winde zu behandelnde Eisen gelegt wird, lichten soll; in letzterer Hinsicht aber ist diese Abwei- chung von dtt mittlern Richtung nicht nothwendig. Man soll daher von der mittlern Richtung entweder gar nicht, oder doch nur wenig ab- weichen, bei welcher die Wirkung des Windes über die Herdftäche gleich- mäßig vertheilt, und diese zugleich am kleinsten gemacht werden kann.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden