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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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seln und die Flosscngarbe muß getrachtet werden den Hcrdraum ganz zu benutzen, damit nirgends Naum bleibt, der von unnöthig brennenden Kehlen erfüllt seyn müßte. Zu dem Ende wird es sich meistens besser machen, wenn die Flosscngarbe nicht nach der Vrcite, sondern auf die Kante gestellt eingehalten wird. Die Zange der Flosscngarbe kömmt meist etliche Zoll höher zu liegen als die Mas» sclzangen, und damit man sie nach Vedarf mit den Flossen Hebel- artig in die Höhe drücken oder mehr niederlassen, und zu seiner Zeit vielleicht auch umdrehen kann, ohne daß sie sich durch ihre Schwere in dcn Löschtran; niederdrücket, so pflegt man unter der- selben ein Holzstück in den Löschkran; einzubetten, worauf sie dann zu liegen kömmt. Die Masselzangcn, welche von der Arbeitseitc aus in dem Löschkran;e zu ruhen kommen, bedürfen keine eigene Unterlage, da sie ohnehin auf der Eßbank aufliegen. Die mittlere dieser Zangen kommt mit ihrem Massel etliche Zoll vor und über der Fonnmündung zu liegen, die zweite derselben wird über der Form nahe an das Mauerwert, und die dritte zur Seite nach der Flosscngarbe hm gelegt. Zwischen den drei Masseln bedarf es kei- nes größeren Raumes, als eben nöthig ist um den mittlern Massel mit seiner Zange umdrehen zu können. Sehr zu beachten ist die Entfernung, wie weit man mit den Masseln in die Herdgrube fährt, wie tief man sie einhaltet, weil dadurch die Stelle bestimmt wird, an welcher der Massel die Schweißhitze erhält; durch praktische Er- fahrung ist dieses bald eigen gemacht. ,^ Vci den acht zu einem Dachel gehörigen Masseln hat man die Kernstücke von den Ranftmasseln zu unterscheiden. Er- stcre, aus dem mittleren Theile des Dachels gcschrottcn, sind stets reiner als letztere, welche deßhalb stärkere Hitzen erhalten, mithin von ihnen mehr weggeheizt wird, und zur Bildung des Frifch bodens mehr beitragen müssen, als die Kernmasscln. Aus diese« Grunde pflegt man die Ranftmasscln zuerst in Arbeit zu nehmen, es wäre denn, daß man ohnedies gegen ein zu hohes Ansetzen des Frischbodens, gegen einen zu gaaren oder schlackigen Gang des Feuers zu kämpfen hätte, in welchem Falle die Kcrnmasscln zuerst ausgehcizt werden. Indessen nicht allerorts hält man sich streng an diese Regel, und einige Frischer glauben sogar am zweckmäßigsten -
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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