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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Page - 327 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 327 — cheudcu Grade vermindert hat, lassen sich die Ilngäuzen wieder ver- schweißen, und das Eisen kann demnach bei der weitem Bearbei- tung vollkommen ganz bleiben. Im letztern Fall aber kann die Un- gänzc, die getrennte Haut oder Schale des Eisens, durch die Ve- Handlung unter dem Hammer nickt verschweißt werden, sondern sie wird im Gegentheile um so mehr hervortreten, je langer das Stück bearbeitet wird, und es muß die unganze Stelle deßhalb eine neue Schweißhitze erhalten. Die trennende Ursache dieser Häute, Scha- len oder Schiefer sind in der Eisenmassc enthaltene Nnreinigkcitcn, on'dirtcs oder verschlacktes Eisen, zu Asche verbrannte Kohlenthelle, oder bisweilen auch unverschlacktc Steine. Vcvor dieses trennende Mittel nicht aus der Eisenmasse fortgeschafft ist, läßt sich eine sol« ä,e Haut nicht verschweißen. Dieses Fortschaffen ist aber oft schwie- rig, denn es kann nicht anders als in der Schweißhitzc durch die Berührung mit dem Safte geschehen, der die vorhandene Nnreinig- tcit in sich aufnimmt, wo dann mit der Schlacke die Nnrcinigkeit unter dcn Hammerschla'gcn ausgedrückt wird, und sofort die reinen Ei- scnthcile verschweißen tonnen. Damit nun der Saft im Feuer bes- sern Zutritt zu dcn genannten Unicinigkeitcn erhält, soll man derlei Häute mit einem geeigneten Hauhammer oder Schröter aufhauen, b«or man das Stück in den Herd zurück bringt; kleinc Schalcn kann man oft gan; wcghaucn, und hierauf das Stück sogleich aus- schmieden, ohne eine neue Hitze zu geben. Daß übrigens bei Er- thcilung einer neuen Hitze hauptsächlich nur die häutige Seite dem Eclimelnaumc zugewendet werden muß, versteht sich von selbst, wo- durch oft der größte Theil der aufgehauenen Haut wcggeschmolzen wird, was man nicht ungern sieht, wenn nur von den übrigen gu- ten Theilen des zu schweißenden Stückes nicht viel verloren geht. Mitunter kann cs in dieser Hinsicht auch gerathener seyn, das Stück trotz der Haut auszuschmiedcn, und dann aus dem fertigen Stäbe die häutige Stelle herauszuhauen, worauf die abgehauenen Enden wieder zusammengeschweißt werden können. Die Quellen der rohen Stellen und Häute und ihre Vermei- dung werden wir in dcn folgenden §§. kennen lernen. Jedenfalls muß man schon vornweg erwarten, daß beide Arten der Nngänzen am öftesten in jenen Theilen der einzelnen Stücke verkommen, 22
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden