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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Page - 371 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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Wallas- oder Wälsch - Waaren genannt nerven, sind in ihrer inncrn Beschaffenheit, und noch mehr in ihrer äußern Gestalt sehr man- nigfaltig. Offenbar muß die Grobwaare billiger ;u stehen kommen als die Streckwaare, welche eine abermalige Erhitzung und neuer- liche Schmictung erfordert. Allein unter einer gewissen Gränze in den Dimcnsicncn soll und kann man die Schmiedung unter dem Zcrrcnnhammer nicht treiben, weil sonst theils die vermehrte Schmic- dung und größere Anzahl von Hitzen den Aushcizprozcß im (großen) Zerrennfeuer zu sehr verlangern, theils aber unter dem mindestens 7,00 Pfund schweren Zerrcnnhammcr die Tchmicdung gar nicht mehr möglich seyn würde. Die Erfahrung hat bewiesen, daß man von den langen Waa- ren (das sind solche, deren Stäbe mit zwei Hitzen vollendet werten, wahrend bei den kurzen Waaren jeder Stab in Einer Hitze vollen- det wird) nur jene noch mit Vortheil unter dem Zerrennhammcr darstellen kann, die auf 1NU Pfund 4 Stäbe zählen. Leichtere Stäbe sollen für gewöhnlich schon unter eigenen Streckhämmern erzeugt werten; auch soll man trachten, schwerere und leichtere Stäbe bei ein und demselben Abschmicden zu machen, damit man durch die schnellere Vollendung der schweren Stücke wieder an Zelt gewinnt, was man durch die vermehrte Schmicdung bei kleinern Stäben daran verloren hat. Die currentcn Sorten der Grobwaaren richten sich ganz nach den verschiedenen Handelsplätzen, die außergewöhnlichen aber müssen sich nach Vorschrift der jedesmaligen Bestellungen richten. Ueber letztere läßt sich nichts Näheres angeben; bezüglich der ersten aber wollen wir hier das gewöhnliche Sortiment eines steirischen Grob- hammers folgen lassen. t. Vruch eisen. Flache, pyramidale Stäbe, 3'^ bis 4V« Fuß lang, am stärkern Ende 2 bis 3 Zoll breit und '^ bis "/< Zoll dick, am schwächern Ende i V^ bis 2 Zoll breit und '/, bis 1 Zoll dick, am dickern Ende mit einem zu V« und 1 Zoll starken Zäpfchen abgezaint, gehärtet und gebrochen, um die Qualität nach dem Vruchansehen beurtheilen zu können. Es soll ein eisenschüssiger Rohstahl seyn; ist übrigens um so beliebter, je weniger eisenschüssige Stellen in der kleinen Vruchfiäche zu
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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