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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Page - 411 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 411 - Mittel hierbei billiger und wirksamer als die Anwendung der erhitzten Luft. Tas vollkommen geregelte Einschmelzen aus der- Zange oder von einer fest liegenden Ganz ist hierbei durchaus nicht nöthig, sondern es genügt wenn die losen nicht zu schwe- ren Stücke von Zeit zu Zeit mit einer Stange gelüftet werden, damit sie nicht ungeschmolzcn zu Voden fallen kennen. Das Allerbeste in dieser Veziehung wäre freilich, wenn man das Roh- eisen gleich im flüssigen Zustande vom Hochofen in den Naffi- nirherd laufen lassen könnte, wie das auf einigen englischen Hütten geschieht, und wodurch man nahe die Hälfte des Vrenn» Materials in Ersparung gebracht hat. >». Je mehr Formen (als Meistes jedoch füglich nicht über 8) man anbringen kann, desto weniger gehet verhältnißmäßig Wärme verloren, desto leichler ist übrigens die Masse im Herde flüssig zu erhalten. Allein man muß sich mit tcr Anzahl der Formen zugleich nach der Menge des zu raffinircnden Roheisens richten, weßhalb man bei uns selten mehr als zwei Eßeisen anwenden kann, da hierbei mit unserem leicht zu raffinircnden Roheisen schon alle 3 Stunden bei 10 Zentner Feincisen erfolgen. Man tonnte zwar kleinere Formmündungcn anbringen; allein es liegt auf der Hand, daß hierdurch der Zweck nicht erreicht, eher verfehlt würde, siehe tz. 8!). Mit der Neigung der Eßeiscn und der damit in Verbindung stehenden Hcrdtiefe muß man sich nach Beschaffenheit des Roheisens richten; je unreiner dieses ist, desto mehr muß man die Formen stechen lassen, als dessen Maximum übrigens liü Grad anuinchmen sind. Wollle man bei leicht ;u l'affinirendcm Roheisen eine große Formneigung geben, so würde das eingcschmolzene Gut zu rasch entkohlt, nicht genügend flüssig bleiben, um abgestochen werden zu können. Für unser Rohei- sen scheint eine Formncigung von 15 bis 29 Grad, und eine He rdtiefe unter der Form von 8 bis 10 Zoll das Entsprechendste zu seyn. Wichtig ist dabei aber, daß man dem Herde über dem Horizonte der Formen noch eine Höhe vcn 5 bis 8 Zoll er- theilt, um einen hitzigen Gang zu erhalten. «». Als Material für den Voden und die Seitenwände sind die eng- lischen Feineisenfeuer ganz als Muster zu gebrauchen. D« halt»
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden