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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Page - 421 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 42l - Graueisen, Renner genannt, findet, weil man als Vrater in der Regel einen der gemeinsten Arbeiter verwendet, von dem der ganze Prozeß ohne viele Ucberlegung rein mechanisch betrieben wird. Am das Braten der Vlattcl zweckdienlich vollbringen zu kön- nen, ist vor Allem eine Sortirung derselben nach der Dicke noth- wendig. Dünne Blattel tonnen rascher gebraten weiden, dickere brauchen jedenfalls längere Zeit, durch welche die dünnen völlig in Glühspan verwandelt werten. Ueber '/« Z°ll dicke Blattel gehörig durchzubraten ist überhaupt schwer, weil hierbei die Hitze immer mäßiger und mäßiger werden soll, um das Ausschmelzen des rohen Kernes zu verhüten, was jedoch seine Schwierigkeiten hat, da im- mer mehr und mehr Brennmaterial zur Entzündung gelangt, und die dickern Vlattcl schon beim Anlegen des Bratens mit etwas mehr Brennmaterial umgeben werden müssen, als die dünnern. Mit der bloßen Verminderung der Windmcnge im Lufltanal langt man hier- bei nicht gut aus, sondern man soll schon beim Ansetzen des Vra< tens um so kleinere Vraschen und mehr Lösche nehmen, je dicker die Vlattel sind, wodurch bei gleicher Windmenge ein anhaltende- res aber schwächeres Glühen erfolgt. Uebrigens versteht es sich von selbst, daß bei sonst gleichen Umständen ein um so vollendeteres Braten erforderlich ist, ein je weicheres Stabeisen man darzustellen beabsichtiget, und daß es unter allen Umstanden schlecht ist, wenn so gebraten wurde, daß einerseits die Vlattel start zusammengeba- cken sind und anderseits viel Roheisen ausgesaigcrt worden ist. Tlm sich von dem Ausfall eines Bratens genaue Kenntniß zu verschaffen, ohne der man nie Meister des Prozesses wird, soll stets »ine nähere Untersuchung der gebratenen Vlattel vorgenommen werden. Zu dem Ende muß man lic Vlattcl mit verschiedenem Acußcrn und aus den verschiedenen Theilen des Haufens mit einem Hammer zerschlagen. Schon der Ton beim Anschlagen und die klei- nere oder größere Schwierigkeit des Zerschlagcns geben einigen Auf- schluß, noch mehr aber das Auösehen der Vruchfiäche. Ein heller Klang unH leichtes Zerschlagen, ähnlich wie bei den rohen Vlatteln, wird stets mit einer nur wenig veränderten Vruchstäche verbunden seyn, und beweist, daß solche Stücke kaum ordentlich lurchgeglüht, neck fast »roh sind. Ein matter oder dumpfer Klang, etwas Zähig-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden