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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Page - 439 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 439 — schließen m können. !lm die angesetzte Spießschale wieder abzull- sen, bedient man sich am bequemsten eines leichten Handhammers, mit welchem auf die vorstehende Stange geschlagen, und dadurch dem Stangcnspieß cine solche Erschütterung ertheilt wird, daß die Belegung abfällt. Je heller die Spießschale (oft Spießvogel ge- nannt) erscheint, desto mehr Gaare hat dieselbe erlangt» Daß übri- gens mit einer gewissen Behendigkeit gearbeitet, beim Wuchten mit stoßenden Bewegungen nachgeholfen, und die Stange stets rasch aus dem Herde g^ogen werden soll, bedarf kaum der Erwähnung. Die aufgebrochene Masse soll nur so hoch gehoben werden, daß man nach vollendetem Aufbrechen mit der durch die Arbeitplatte unterstützten Stange in nahe horizontaler Lage unter dem Eisen frei hin und hei fahren kann; und immer soll die aufgebrochene Masse noch mit etwas Kohlen bedeckt bleiben, was um so mehr noth- wendig ist, je weiter das Eisen in der Gaare vorgerückt ist. Nur wenn man sich ungeschickterwcise einen sehr schlackigen Gang her- beigezogen hat, behilft man sick, durch ein höheres Aufbrechen der Masse, muß dann aber freilich auch die Kohlen höher aufschütten, um durch die vermehrte Verührung mit den Kohlen einen Theil der vielen Schlacke wieder zu rcducircn. Nach vollbrachtem Aufbrechen wird der Herdraum unter der Formhöhe fast ganz rein, denn auch die Schlackensohle wird völlig mit aufgebrochen; allein die flüssige Schlacke gehet stets gleich wie- der zu Voten. War beim Aufbrechen noch etwas flüssiges Eisen zu- gegen, so läuft dieses gleichfalls schnell wieder zu Boden, muß als specifisch schwerer die flüssige Schlacke durchsitzen, und demgemäß am eisernen Hcrdbodcn erstarrend Rohsohlcn bilden, welche dann beim zweiten Aufbrechen wieder zum Vorscheine kommen. Um die« ses zu vermeiden, kühlt man den Hcrdboden etwas von unten, um das flüssige Eisen schneller in einen halbstarren Zustand zu ver- setzen, in welchem man es mittelst der Vrechstange mit der am Vo« den befindlichen Schlacke durchrührt, wodurch es schnell gaart, und dann nimmt man mit dieser Masse bald ein zweites Aufbrechen vor, lvornach derjenige Zustand erreicht ist, der bei durchaus richtiger Consistenz des Eisens gleich nach dem ersten Aufbrechen erfolgt. Aber schlimm ist es, wenn gleich beim eisten Auftrecken bedeutende 29
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden