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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 442 — früheres Gaarcn gibt gern ein schwammiges Eisen, ein späteres ab»r, wenn auch gerade kein ungleiches hartes Eisen die Folge seyn muß, verlängert jedenfalls die Arbeit. Hat man es nach wiederholtem Aufbrechen endlich dahin gebracht, daß, während die Schlacke ein Vad am Herdboden bildet/ alles Ei- sen sich über dem Windstrom in einer mehr oder weniger porösen, zusammengeklebten, hell aussehenden Masse befindet, aus der selbst nach längerer Zeit sich kein rohes, leichtflüssiges Eisen mehr aus» folgert, dann ist die Periode des Frischens mit Aufbrechen been- digt, dessen Dauer am öftesten ^ bis ^, selten 1 Stunde ist. Die aus dem Schlackenbade vom Winde aufgetriebenen Perlen sol- len von weißer, etwas ins Gelbliche ziehender Farbe seyn; sind sie zu lichtweiß, zeigt es einen zu weichen Gang; sind sie roch und fein, beweist es einen rohen, heißen Gang; sind sie roth und groß, deutet es auf rohen, kalten Gang. Je mehr in dieser Periode der Herd mit Kohlen bedeckt gehalten wird, desto kleiner fällt der Calo auf Kosten der Kohlen aus; das Eisen wird dichter und fester, aber die Arbeit geht langsamer. Je weniger Kohlen dagegen vorhanden sind, nebst schwächen« Wind und öfterem Ueberkühlen mit Wasser, desto leichter erfolgt das Frischen, Kohlen werden erspart, aber der Calo wird größer, und das Eisen weniger dicht. H. »TV. Nachdem man die Schlacke gehörig ucn der Eisen- masse getrennt hat, wird der Herd noch von allen kleinen Eisen- bröckeln sorgfältig gereinigt, was besonders am Windjacken und längs der Lösche des Vorherdes nothwendig ist. Alle vorfindigen Vröckchen werden auf die übrige Eisemnassc gebracht, und die Lö- sche des Vorherdes wieder besser geordnet, damit im Herde mehr Raum entsteht und während des nun folgenden Lupvcnmachens keine Lösche in den Herd kommt. Endlich reinigt man noch den Formzacken von der anklebenden Schlackenkruste, welche ganz aus dem Herde geschafft wird, womit dann alle Vorbereitungen zum Luppenmachen geschehen sind. Man rückt und ordnet die Schlacken- masse nun dergestalt, daß sie mehr in die größere Hitze vor der Form niedersinkt, und das Einschmelzen des Eisens rascher erfolgt. Um das letztere noch mehr zu befördern, wird im Anfange des Nie- derschmelzens zur Luppe gewöhnlich eine Verstärkung des Windes
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden