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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Page - 474 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 474 — ersieht hieraus zugleich, wie nachlhcilig es walt, abgesebe« vom Zeit- verluste, wenn man den Stahldachel zu lange auskühlen lassen wallte. Jedenfalls muß man bei der Stahlarbeit mehrere, stets scharf gehal» tene Schiotthacken in Vereitschaft haben. — Zum Schrotte» sind die auf einigen Stahlhütten üblichen 7 bis 8 Zentner schweren Häm- mer sehr gut; allein so schwere Hämmer sind zum Ausschmieden der oft nur Einen Zoll im Quadrat starken Stahlstangen nicht gut zu gebrauchen, weßhalb die Stahlhämmer in der Regel nur 5 bis 6 Zentner schircr sind, was auch genüget, wenn ein solcher Hammer bei vollem Wasser an 120 Schläge und darüber s»ei- Minute zu machen im Stande ist. Die Dauer des Schrottens bei einem Stahldachel ist meist gegen 15 Minuten. DaS Ausschmictcn der Stahlhlhen erfordert viele Vorsicht; ein ungeschickter Schmied« kann deßhalb bei der Stahlarbeit sehr »icl schaden. Hat ein als hart erkannter Slahlmassel oder Kolben starte Hitze erhalten, so läßt man ein solches Stück aus den Ambesi gelegt erst etwas abkühlen, was man durch Wasserkühlung beschleunigen kann; besonders bei ungleich erhitzten Stellen nimmt man die .Was« sertühlung zu Hülfe, indem man bloß die einzelnen zu stark erhitzte» Stellen damit abkühlt. Dann läßt man ein oder zwei Streich» fal« lcn, um das Verhalten der Hitze zu sehen; stört sie sich noch zu sehr, so läßt man den Hammer auf der Hitze liegen, und „ersucht allenfalls mit einem Handhammcr die gestörten Stellen ganz zu machen. Nach einiger Zeit «ersucht man wieder die Schmiedung, und sollte es sich dabei ereignen, daß die gestörten Stellen nicht mehr hinlänglich ganz gemacht werden können, muß eine neue Hitze gegeben werden. Vel tcn ersten Hammerschlägen wird sich eine jede gute Stahlhitz» etwas stören, besonders unter den Streichen des schweren Zerrennhammers, allein in der darauf entsprechend zurückgesetzten Temperatur lassen sich die gestörten Stellen wieder vollkommen ganz machen, wenn der Stahl nicht von zu roher Vcschaffcnheit war. Manches rohe Stück muß zwei- bis dreimal neuerdigs in Schweißhitze gebracht werden, bis es kann ganzgemacht und ausgeschmicdet werden; im Allgemei- nen ist jedoch nicht zu verkennen, daß der nach steirischcr Art erzeugte Rohstahl velgleichungsweise sehr leicht ganz zu machen ist, welche Ei«
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden