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gülden auferlegt worden war, dessen Entrichtung am l. Nov.
1802 begann. Von da an bis zum 1. Jänner 18l2 wurde
die Stadtbclcuchtung fortan verpachtet und erst von dieser
Zeit an, anfänglich nur provisorisch später aber bleibend, in
die eigene Verwaltung des Magistrats übertragen, welcher in
der neuesten Zeit vergebliche Versuche machte, die game öffent-
liche Straßenbeleuchtung, nach einem höheren Orts genehmig-
ten Vorschlage, durch Unterbieten ,u verpachten. Diese Stadt-
bchörde war von da an stets auf das Eifrigste bemüht, die Er-
leuchtung der Straßen immer weiter auszudehnen und zugleich
auck zu verbessern. Im I. 1808 wurde die Zahl der Later-
nen um 84 vermehrt; 1809 belief sich ihre Zahl bereits auf
749 Stücke. In diesem Zeiträume war die Beleuchtung auch
auf einige Vorstattgassen ausgedehnt worden'); dafür kostete
sie aber schon 18,725 fi. Bankczcttcl.
So stiegen fast von Jahr zu Jahr sowol die Zahl der
Laternen, als auch die Kosten der Beleuchtung und ,war diese
um so höher, als man nun Zugleich schon auf eine größere
Vervollkommnung derselben bedacht war. Vom 9. Mai 1825
an erleuchteten 300 Stücke neu bcigcschafftcr, nach Art der
Wiener eingerichteter Laternen mit Glasglocken einen Theil
der Straßen und Plätze der inneren Stadt, wobei die hier-
durch entbehrlichen viereckigen Laternen ;ur Beleuchtung der
Vorstädte verwendet, jene von Jahr ;u Jahr vermehrt und in
gleichem Verhältnisse mit der Erweiterung der Vorstädte-Be-
leuchtung fortgefahren wurde. Ilm die Vervollkommnung die-
ses Theils der Straßen-Polizei, so wie auch um manche an-
deren Zweige des stättischcn Lebens, hat sich in der eben er-
wähnten Periode der allgemein hochgeachtete Bürgermeister und
kaiserliche Äath Franz Wiesenauer große Verdienste erworben,
die hier nicht mit Stillschweigen Übergängen werden können.
Erst im I. 1>> 0^ wurden die ersten Versuche mit argan-
tischen Lampen und versilberten Reverberen gemacht, und da
diese sehr günstig ausfielen, auch die Glockenlaiernen nach tic-
ser neuen Form umgearbeitet, ihre Zahl von ta an noch wei-
ter vermehrt und so nach und nach, besonters unter dem Hrn.
Bürgermeister Constantin Villefott, die Straßenbeleuchtung aus
ihren gegenwärtigen Stantpunct erhoben, der zwar noch Man-
ches ;u wünschen übrig läßt, aber toch schon eine betcutende
Verbesserung deutlich beurkundet.
bestanVcn damals bereits «« Laternen. ^
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918