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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 126 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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Ab;ugscanale, welche dasselbe unter dem Straßenpflastcr der Mur ;usükren, sel'r viel geschehen. Es gab eine Zeit in Grätz, die noch nickt durch zel'n Ial're der Vergangenheit angehört, in der bei heftigerem Platzregen kleine Kinder Gcfaln liefen, in den Hauptstraßen der Stadt zu ersäufen; das Wasser in der Herrengasse von der Straße in die Keller der Häuser drang, dort Fässer liob, sie umstürtte und in Weinen großen Schaden anrichtete; tragbare Stege über die Gassen gelegt werden muß- ten, um von einer Seite derselben auf die andere zu kommen, und in der man in allen Gassen von Grätz unterirdische Ab- zugscanälc vergebens suchte, während es jetzt nur mebr wenige gibt, die sich dieses wol'Illiäligen Reinigungsmittels öffentlicher Orte noch nicht erfreuen. Selbst in einigen Vorstädten trifft man sie heut zu Tage schon an. Nur da, wo, wie z. V. in der Bürger-, Burg-, oberen Spor- und Paulustkorgassc, der fel- sige Bcden oder der zu große Fall der Straße die Anlegung von unterirdischen Abüigscanälen erschweren, hat man sie bis- her zu ziehen verzögert. Der erste Anfang wurde unter unbegreiflicher Mißbilli- gung der Einheimischen, selbst eines Tlieiles der Gebildeten, welche bei dem geringen Falle, der den Eanalen gegeben wer- den konnte, eine Verpestung der Luft besorgten, im I. 1831 mit Eröffnung des Haupt-Ablcitungscanales gemacht, welcher dnrch den Icanneums-Garten bis zur Mur unterhalb der neuen Brücke gesül'rt ist. Hierauf wurde der Eanal in der Herren- gassc begonnen und nun mit den übrigen Straßen der Neihc nach Iakr um Jahr fortgefahren. Diese Eanäle sind nur zur Aufnahme des Negenwasscrs und der Gcsse, teineowegs aber des Ilnraths der Abtritte be- stimmt; bestehen aus den auf Gemcindetcsten angelegten über- wölbten Hauptcanalen und aus auf Kosten der Eigenthümer gezogenen kurzen Seitencanälcn, welche das Wasser aus den Häusern in den Hauptcanal führen, und können nur in einem Theile der Murvcrstadt durch die Benützung des fließenden Wassers der Mühlgänge gereinigct werden. Im Lause vcn 12 Ialncn (von 1831 — 1842) sind theils auf städtische oder ständische und theils auf Privat- oder Aerarial-Kosten 2897^ H! Klafter mit einem Kostenauf- wands von 57,638 st. 54 V- kr. C. M. mit unterirdischen Ab- zugscanälen versehen worden. Vcn dieser Strecke kommen auf den Hauptcanal 2601 ^ Klafter, und auf die Privat-Sei-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
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