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Hnndcställc erbauen, und alldort auch große Gruben zur
Aufnahme tcs Kehrichts und des übrigen Ilnraths anlegen
ließ '). Im I. 1841 endlich wurden für die Winterfell noch
sechs andere Siunpläye in '.'erschielencn Theilen der Vorstätte
auf Privatbesitzungen ermittelt "), und so die Möglichkeit ge-
wonnen, den aus den Straßen zusammengebrachten Kehricht
dem öffentlichen Anblicke zu entwichen und iyn der Landwirth-
schaft dienstbar ul machen, obgleich diese von ihm hier zu Lande
noch immer keinen ersprießlichen Gebrauch m machen geneigt ist.
Die Reinigung geschieht regelmäßig durch das Keinen der
Straßen und Ausführen des Schnees, durch Hinwegfnlirung
des Staubcs und Kcthcs und durch Ausräumung der Canale;
denn diese verbreiten denn doch im Sommer, wenn lange Zeit
hindurch Schlagregen ausbleiben, einen Übeln Geruch, da sie
durch das Hineinleitcn eines Caches noch immer nicht gereini-
get werden können' eine Idee, wcmit sich der Vorstand des Ma-
gistrats auch schon längere Zeit hindurch beschäftiget, und zu
deren Verwirklichung die Antrihauellc benutzt werden soll.
Die so geüble Stadtreinigung kostete nn Iabre 1841
5338 fl. 42'/, kr. C. M., und ;war das Schnccausführcn
2092 ft. 22 «^ kr., das Kehren und Reinigen der Gassen 3201 fl.
41 tr. und die Reinigung der Canälc 44 ft. 44 kr. C. M.
8- «».
Eintheilung des Gegenstandes.
Nachdem nun alles Gemeinschaftliche vorausgeschickt wur-
de, ist es möglich, sich der Beschreibung derjenigen Eigenhei-
ten zuzuwenden, durch die sich bloß einzelne Theile uon Grätz
ausieichnen, und endlich auch die Schilderung der Sehenswür-
digkeiten ui beginnen. Zu diesem Ende zerfällt der zunächst
zu behandelnde Gegenstand in die Tarstellung der inne-
ren Stadt und in die Schilderung der Vorstädte.
lj Auf den, so erkauften Grunde wurden grosse Gruben von 2 Klaftern Langt
und : Klaftern Breite und emer T>efc von l —' Fuß hcrgestcllt, in
welchc ocr M>>>ru„gzunr^<h zur Nachlzc,t gebracht, am nächsten M«r-
yen mit S<r>N!enkc>>r>cht uberüeclt und damit abwechselnd so wnge
fortgefahren w>rd. Ins die Grude »nqcfullt >st, worauf nxt einer zwei:
ten und drxien Orude au, >>l«ichc We,se verfahren wird. Für den auf
V>cse We,se gewonnenen Dünger loset die städtische D^nganstalt jähr»
l>ch bc, ^^1, ff, O, >.N,, wahrend sich sonst d>c ganze Emnahme höchstens
auf,o» ft. E Vl. delief.
«) Dn'sc sind: l, >,n Graben-Viertel in der Besitzung des Bäcker Mühlcn-
Consortiums; « >m Geidorfe !>ci Nr,^»3^ 3. >m Vierte! Ochorgelqafft
be, Nr, 5,7; ,. ,m Viertel Mariahulf be, ^lr. i«i> ,n der laducner»
Nasse i 5, an der alten Eggenbergerstraüc bei dem Hausc Nr. !l», cnd«
I>ch «, >»> Karlau-V^erlcl be> der 3lea>,tat Nr. »l?-, >n der Lagcrgassc.
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918