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noch im I. 1571, gleich der ihm benachbarten Paulusthorga^e,
außerhalb der Mauern; erst K. Ferdinand II. zog ihn im
I. 1625 zur Stadt.
Ihm benachbart und nur durch die kurze Hartiggasse ge-
trennt, ist der Franzens platz, welcher erst durch Hinweg-
räumung einiger alten (Gebäude im I. 1824 entstanden') und
nach dem damals regierenden Kaiser Franz 1. so benannt wor-
den ist. Obgleich abhängig, ist er dcch der regelmäßigste und
schönste Platz der Stadt^ ), bildet gleich dem vorigen ein Viereck,
dessen östliche Seite durch das ständische Tbeatcr und Tlieater-
Geräthhaus, die südliche durch die kaiserliche Nniuersität und
das Militär-Zeughaus, die übrigen Seiten durch hübsche Pri-
uatgcbäude gebildet werden, deren eines (Nr. 43) das adelige
Cassino enthält. Die Negulirung desselben ist ein Verdienst
der Herren Stände "). Vic Mitte des Platzes ziert die von
der Provim im I. l«4i weiland Sr. Majestät K. Franz I.
errichtete Statue, welche in Gegenwart beider setzt regierenden
Majestäten, Kaiser Ferdinands I. und Maria Annens, am
19. August 1841 feierlich enthüllt wurde. Sie zeigt den Kai-
ser, in '.'orschreitender Stellung, in der reichen Ordenskleidung
des goldenen Vließes, mit dem Scepter i» der linken Hand,
wahrend die Rechte wie zur Frage eröffnet ist, als ob er eben
seinen Unlerlhanen, was er so oft und gerne gethan, um ihre
Bitten anzuhören, eine feierliche Audienz erteilte. Neben ihm
befindet sich auf einem reich verwerten Piedestalle die Krone.
Das Fußgestelle, auf dem das eherne Standbild ruht, enthält
die Worte:
>) IN! Hintergründe dieses Platzes, der »och IM Jahre !3«9 wüst und zum
The,le von em>r Oacn<!m>n!cr beara„it war, stand damals da^ alte
Vieeoonihaus, besten die Geschichte schon m> zwölften Jahrhundert«
gedenkt.
2) E>» den, Werte beigegebener Stahlstich vcrsmnlichl dem tcser seme gc-
genwart,>,e Gestolt.
i) Denen die Rcqul,run« des Platzes sammt den bei Vnthullunz »er Sta>
tue adqchaltene» Fe>erl>chke,ten bei Uo,««o ff E. M. kostete, naninch-
die Orundablosuuqen jur Erweiterung des Planes >«,U3i fi. l> ,^> tr.,
das Modell der Statue 5U<6 ff, »» kr., der ifrzguü «l,3i» ff, lo kr., d,c
Grundfeste 5»>« ff. «« kr., der Transport >?nü ff ?l kr,, die Enlhul-
lun>,S!e,erl,chke,ten l l . i l ! ff, >i kr, >I, M u, s, w, Uusnrde», waren
«der auch durch Se, <5icelle»j den Herrn Landes.-Wourerneur Ora-
fcn von harl,a znr Errichtung der Statue schon früher S b s
nen eröffnet, welche Uo«0 ff. <3. Nl. einbrachten.
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918