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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 152 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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152 beraubt m werden, dir il'rem ureigentl'ümlichen Wesen allein entspricht, nämlich ilnes (ll^surcltt gebietenden ssl'aralters. Sie daben alle das miteinander gemein, das» sie aus Vruchsieinen, denen »ntunter Ziegel beigegeben erscheinen, erbaut, nur die Strebepfeiler aus regelmäßig behauenen Viereckstcinen (Qua- dern) ausgefülnt cder damit wenigstens eingefaßt und durch- aus mehrfach abgestuft, sonst aber schlicht und schmuckles sind; daß altes Scknitzwerk an Altären, Hochbilder aus Hol; oder Stein cder anderes Kunstwerk der Art aus den Zeilen des Mittelalters in ihnen gänUich felilt; Masgemäldereste nur in der teechkirche angetroffen werden; das Vhor (Presbl'terium), nach aller Weise, der aufgebenden Sonne zugekehrt und drei- seitig geschlossen ist; daß die Orgel ilire gewöhnliche Stelle an der Abendscite bat; das Innere fast immer durch neueren Anbau entstellt erscheint und daß jede derselben ebne einige Spur des älteren Rundbogenstyls durchaus im Spitzbogen an- gelegt ist. nn) Die Domkirche l). Dem Vurgthore zunächst, der kaiserlichen Vurg gegen- über und mit ihr durch einen drei Stockwerke bolien aus zwei Schwibbogen rubenden Gang '.'erbunden, erhebt sich die alle ehrwürdige Tomtircke zum Iieil. Aeg>.'dius. Die (5>ilste!'ung derselben reicht in eine sehr frühe Zeit zurück, obgleich sich über den Zeitpunct der ersten Gründung keine historischen Veweisc auffinden lassen. Schon der Heilige, dem sie geweilu ist, Aeg>.'- dius, der Schuhpatron der Franken, weise! auf karolingische Zeilen hin. Urkundlich gewiß ist es, daß die St. Aeg'.'dentirche schon im I. 1172 als Stadtpfarrkirche in Hrätz bestanden l,abe. In ihrer alten Gestalt verblieb sie durch einige Iahrlnmdcrte. Die gegenwärtige Kirche begann und vollendete erst K. Fried- rich IV. in den Jahren 1449 bis 1462 ««gleich mit dem Um- baue der benachbarten alten berloglichen '^urg. Wie aus den Jahreszahlen, die an der Kirche selbst angebracht sind, zu erse- hen ist, so wurde wie sonst auch hier mit dem Chor im I. 1450 der Anfang gemacht, und sechs Jahre darnach die Giebel- wand vollendet; der älteste Theil des ganzen Vaues ist aber unzweifelhaft derjenige, welcher die alte Sakristei enthielt, denn »> Ihre Gestalt vcrswnlicht ein eigener l>cm Werke deiqegedener Stahlstich, lledcr o,cfc>t>e N>'he auch des ? IgnalM5 l>mgctl 5oi, ^?«u: <^,ü>>>!uü> «iNc» elc Uli,«!! l ,: i , Ivorm ssch auch eine große UI>b,lvlN!g Le«i,»ch uüar« »»rfinoet.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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