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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 156 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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so anziehend, lchrrcick und zugleich malerisch macht. Das sslior ist ganz von bel'auenen, der übrige Tbcil nlineist aus Bruch- steinen ausgefüllt, davon die ersteren bereits einen röthlichcn Ton angencinmen l'aben, der das Gainc scln gut kleidet. <5bor und Schiff liaben von Außen einerlei Hohe des Daches- die Grän;e beider bezeichnet nur eine über die Fläche desselben hinaus reichende Feuermauer. Kein Thurm ans älterer Zeit schmückt den stattlichen '^au; nur an der Giebelseite ergebt sich gegen Sonnenuntergang, da, wo die Giebelmauer sich stark zuulspchcn beginnt, ein neuerer mit Kupfer ganz eingedeckter Thurm, der die Glocken enthält, und über dem Hochaltäre zeigt sich am Dache des sshcrs ebenfalls ein kleines kupfernes Thürmchen. An beiden Seiten der Schiffe wurden in den Jahren, die in der Geschichte des Domes angegeben sind, neuere Kapel- len angelehnt, welche die Hauptmauer durchbrechen und von ausien weit über sie heraustreten. Nur am Cl'or ist an der Gvangelienscitc, gegen Mitternacht, ein alter Anbau vom I. 14-l^, der sich in meinen Stockwerken bis zur Höhe des Kir- cheudaches erhebt, nicht uninteressante tief eingeschmiegte Fen- sterstellungen hat, und mit der ihm benachbarten Chorseite, so schlicht sie auch ist, und mit dem Verbindungsgange, der aus der kaiserlichen Vurg in die Kirche lnnüberführt, ein Ganzes bildet, das nicht ohne malerischen ßfsect ist. Dieser Anbau enthalt im Erdgeschosse eine Art Drcsi- lammer, einst die Sakristei, die aber heut zu Tage nicht mein zu diesem Gebrauche dient. Im ersten Stockwerke befindet sich eine Emporkircke, welche von Sr. Ercellenz dem kunstsinnigen Gouverneur, M. (5. Grafen von Wickrnburg, wieder in eine Kapelle gothischen Stt'ls, was sie ursprünglich war, umgewan- delt worden ist. Sie dient der kaiserlichen Familie, der Her- zogin« von Vcrry und den Angehörigen des Gouverneurs zum Oratorium, und mündet sich daber auch durch eine große fen» sterartige Dcffnung, welche durch vergoldetes Schnihwerk reich verziert ist, dem Hochaltare zunächst in die Kirche ans. Wände und Decke sind im Style des deutschen Mittelalters durch Säulchcn, Wappen und einige gemalte Standbilder habsbur- gischer Fürsten, und die Fenster durch alle Glasgemälde aus- geschmückt. An der Decke, am Altare und in den alten ur- sprünglichcn Glasgemälden, davon aber einige tlieils aus der Walburgis-Kapelle bei Vrunn (einer Filiale von St. Michael bei Leoben) und theils aus der Leobncr Vorstadttirche Maria
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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