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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 158 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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stcren fülnen jetzt 13 Steinstnfen empor, davon aber der grö- ßere Theil erst durch die hier herum im I. 1531 vorgcnom- menen Abgrabungen nctl'wendig geworden ist. Das Merkwürdigste am gaiuen Baue ist aber von außen offenbar das Hanpteingangsll'or an der Giebelwand, das aller- dings Zeichnung und Stich verdiente. Diese Seite des Domes, welche schon durch die ycrrlichcn Ueberreste von Wandgemäl- den die Aufmerksamkeit des Kenners und Kunstfreundes auf sich !>iedt, ist ebenfalls durchaus schlicht, mittelst Zweier Stre- bepfeiler, welche neben dein Haupteingange stellen, nicht eben sehr weil über die Wand hervortreten, vierfach abgestuft sind und fast über drei Viertheile der ganzen Höl'e hinaufreichen, in drei Felder getheilt und mcbcrst mit dein schon früber er- wähnten Thurinc gekrönt. In dem mittleren der drei Felder, die durch diese Stellung der Strebepfeiler gebildet werden, liegen das Hauptkirchthor, darüber ein Kreisfenster, das aber aller bei dieser Art Fenstern sonst üblichen tunstreichen Aus- füllung bereits längst beraubt worden ist, endlich koch oben in der eigentlichen Giebelwand >wei kleine Fensteröffnnngen mit geraden: Stune. Jedes der beiden Eeitcnfelder enthält ein hol'es Spil-bogenfenster, und darüber ebenfalls ein kleines Fen- .stcrviereck. Alles dieses ist alt und ursprünglich. Das Haupteingangsthor ist uemlich lies eingelegt, und mehrfach eingeschmiegt. In den Schmiegen sind aus jeder Seite zwei Nischen für Heiligenbilder, die aber nie da gewesen zu sein scheinen, angebracht. Die Kragsteine dieser Bilderblendcn werden von Engeln getragen, die in ihren ausgestreckten Hän- den unbeschriebene Inschristcnbänder halten, bekleidet und mit einer über der Brust gekreuttcn Stola versehen, aber bloße Brustbilder sind. Sie rulien auf einem dünnen Sanlcnstune, der unten in einen viel breiteren Säulenfuß endet. Die Ni- schen sind nach Art altdeutscher Altarhäuschen eingcdacht. Aus dieser Bedachung entwickelt sich erst der mehrfach cingeschmiegte Thürbogen, dessen Wölbung aber nicht durch einen Spitzbogen, sondern durch einen etwas eingedrückten Eselsrücken gebildet wird, dessen Schwingungen auch die Schmiegen folgen. Der äußerste Rand desselben ist mit den bekannten helmartigen Blättern rachenförmiger Vlumcnkronen geschmückt. An Icincr Spitze endet er in die an diese», Vaustule gewöhnliche kreuz- artige Blumengestall cder Nose. Da, wo er aus der Bedachung der Bilderblenden sich entwickelt, erhebt sich beiderseits über einem mit dem österreichischen Wappen gezierten Schilde senk-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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