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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 160 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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160 Gebete erhoben. Zur Linken der aufrecht stehenden Mutter des Heilands, der auf wrem Arme ruln, ist die Schar der Man- ner, in der man einen Papst, einen Kardinal, mehre Mön- che, auch ein gekröntes Haupt wahrnimmt. Von des Kaisers frommer Geinalilinn, die ursprünglich auf dieser Seite ilire Stelle gefunden, tonnte man noch vor zwölf Iayren das liebliche Ant- litz und einen bedeutenden Thcil der übrigen Gestalt deutlich erkennen; kostbare Ueberrestc, die jetzt längst der neidische Mör- tel bedeckt. Ein großer Vorwurf bleibt es immer, das! dieses unschätzbare Bild, das man in Italien ans jede erdenkliche Weise zu retten gesucht halte, bei uns in früheren Zeiten keinen Schutz gegen die Nnbildcn der Witterung und gegen die Zerstörungs- wut!) der die Kirchenwände ausbessernden Menschenbände gefun- den bat. — Auch die schlafenden Jünger im 'weile» Bilde wird man mit Interesse und den im Gebete ringenden Heiland nicht ohne innige Theilnahme betrachten. — Ein drittes Bild, der seine Wuudenmalc zeigende Heiland, ist offenbar von einer anderen Hand und von geringerem Kunstwerthe. Außer die- sen drei Bildern, die bis jetzt noch gereitet worden sind, zeigt dieselbe Seite noch einige andere durch den Kaltübenug gei- sterartig durchblickende Schildcreien, als: Ebristum am Kreuze und den heil. Christoph mit dem Weltheilandc auf der Schul- ter; doch sie scheine» auf immer für die Kunst verloren zu sein, cbglcich die kräftigen Farben schon wieder allmählig sich zu zeigen anfangen. Auch neben dem Seiteneingange der mittägigen Kirchen- wand sieht man unter einem schützenden Bogen, der von einem Strebepfeiler zum andern gewölbt ist, eine Reihe höchst merk- würdiger, ;um Theile geschichtlicher Fresken, welche Ereignisse aus der Geschichte der Stadt darstellen und offenbar aus der Zeit des UebergangS des fünfzehnten in das sechzehnte Jahr- hundert sind; so in der untersten der noch erhaltenen Reihen den verheerenden Hcusckreckcnzug, von welchem die Stadt im I. 14^0 heimgesucht wurde ^); eine daran sich reihende län- gere Tarstellung') zeigt die Gräuel des in demselben Iayre durch die cbere in die untere Steiermark streifenden türtischen Heeres; eine dritte kaum mehr zu erkennende Abteilung cnd- lc llbtMdunq uno ausfübrlichcre Zcrqlieücruni! li.-scr D«ll>'llun<, sin» o^t >,ch m, I. Hefte l>>s ', I^!>r>,»>i^lb dcr l,lU,n F«!>>c e.r ftc,<,r,«>»!t. Zl,ischr,!t, Wl„tz >«". S. i!^ u, l- w. v»n Dr, Franz Un,,cr. >l Al>b,ldi,„>i ücrsl!!"» >st ecm V >l. Hcfle 0cr allcrc» S^>c 0cr stc,cr. mac!. 5
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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