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durchaus mit lichten Marmorplatten gepflastert ist. Das bei
81 Fuß hohe Innere derselben zeigt durchaus scbr schöne Ver-
hältnisse, und umschlicht einen weiten freien Raum, der von
acht Pfeilern, davon ',wci in den Musitckor eingebaut sind, in
drei Schiffe getheilt wird, an die sich gegen Morgen das viel
schmalere ^), um vier Stufen erhöhte Chor (Prcsbvlcrium,
Sanctnarium') anschließt, welches von dem Schiffe durch ein
niedrigem Marmorgeländer getrennt und in der Mitte durch ein
Gitter abgeschlossen wird.
Tas Hauptschiff ist böher und breiter als die beiden Sei-
tenschiffe (Ableiten), welche dem Choranfange zur Seite durch
eine gerade Wand geschlossen sind, und ursprünglich dort, wie
man noch von 'Allsten deutlich wahrnehmen kann, ein mit den
übrigen gleich hohes Spitzbogenfenster hatten, das bei dem An-
baue der Sakristei und der herzoglichen Loggia vermauert und
im Innern auf jeder Seite durch einen Hanptseitenaltar ersetzt
worden ist. Gegen Sonnenuntergang, dem Chore gegenüber,
und zunächst über dem Haupteingange befindet sich die viel
neuere auf vier niedrigen Pfeilern rubende und an die ;wei
westlichsten Kirchcnpfciler angelehnte Emporkirchc für das Mu-
sikchor, die mit einer großen vielstimmigen Orgel versehen ist,
welche noch die Jesuiten erbauen ließen. Hauptschiff und Ab-
seiten werden durch sieben gan;c und drei, wegen der später in
die Seitenwände gebrochenen Kapellen »Eingänge, nir Hälfte
vermauerte Fenster erlenchiet, während der Cdor sein Licht nur
mittelst zweier am dreiseitigen Schlüsse befindlicher hoher und
durch vier Halbfenster erhält, die an der Epistelseite angebracht
und wegen des späteren Sakristcibaues verkürzt worden sind;
indem die Evangelienscite des Chors von der kaiserlichen Loge
und den in dlei Stockwerken übereinander liegenden Gallerien
eingenommen wird, zu denen der aus der Vurg über die Stra-
ße gewölbte Bogengang führt.
Tie Fenster sind hoch, ziemlich tief eingeschmiegt, durch
zwei Stcinstöckc in drei Thcile getheilt und die Spitzbogen-
wölbung durch Vcgcn-Drei- und Vierecke, spitzwinklichtc Kreis-
abschnitte, Kleeblätterschmuck und herzförmige Verzierungen nach
allteutscher Bauweise mannigfaltig ausgefüllt.
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918