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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 164 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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Das Kirchengcwölbe, dessen Gurten stark vorspringen, zeigt eine vorzügliche Netzvcrschlingung der Gewölberippen, be- sonders im Chor, wie man diese häufig, vorzüglich in den Presbuterien der Fridericianischcn Kirchenbauten findet. Nie Grundform der Pfeiler, welche es tragen, ist das Viereck, des- sen Ecken aber abgestutzt und so gestellt sind, das; sie ,wei der dadurch entstehenden schmalen placken dem Hauptschiffe und der Abseite, die anderen zwei aber dem zwischen den Pfeilern entstehenden Durchgänge zukehren. An diesen durch die abge- stutzten Ecken gebildeten vier schmalen Seiten des so gewon- nenen Achtecks laufen die Fortsetzungen der Hauptgcwölbegur» ten, welche saulcnartigc Stabe bilden, bis ;um Fußboden her- ab. Pfeiler und Säulcnsta'bc sind mit einer Art vcn Säulen- fuß und oben mittelst einiger Leisten und Wulste auch mit einem Gesimse versehen, das ihnen statt eines Knaufes dient. Gegen die Chor- und Giebel-Wand hin fallen die Gurten des Gewölbes und der von den Pfeilern getragenen Bögen ganz in die Mauer hinein ohne Kragsteine und auch ohne bis zum Fußboden fortgesetzt zu sein, sondern enden da, wo sie sich be- gegnen, bloß in eine abgerundete Spitze. In den Seitenschiffen hingegen ruhen die Gewölberippen auf Saulcnstäbcn, die den an die Pfeiler angelebnicn ähnlich sind. Am Gewölbe über dem Hochallare zeigen sich wieder die bekannten Fricdericiani- schcn Selbstlaute und die IahMahl 1450. Tcr Altäre zählt die Kirche neun; sie sind fast sämmt- lich aus Marmor-Arten, die dicßscit der Alpen in Kirchen sel- ten von solcher Schönheit geseben werten; au einigen von ihnen ist der Altartisch aus sogenannter Scagliuola-Arbeit, die man außerhalb Italiens selten findet; er zeigt nämlich eine Art Stein-Mosaik, worin Blumen und breite Linien-Vcrschliugun- gcn, die jenen zur Einfassung dienen, in verschiedenfarbigen Steinarten auf weißem Marmorgrundc zu sehen sind. Auch ihre Gemälde sind, mit wenigen Ausnahmen, nicht chne Wcrth. Der großartige Hochaltar von weißgeftecktem rcthcn afri- kanischen und französischen Marmor, welcher die ganze Breite des Chors einnimmt, und den hinter ihm gelegenen Raum durch 'wei Thüren abschließt, ist mit schönen korinthischen Säu- len, welche brcnccne Knäufe und Füße haben, und guten Standbildern aus weisicm genuesischen Marmor «cn italieni- schen und deutschen Künstlern reich verziert. Umer einem ge- krönten Baldachin, dessen reiche Gewandung in mehre Knoten K geschürzt ist, sieht auf einer weiten schön gewölbten Nische zu-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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