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oberst der (Glaube, unter ihm Hoffnung und Liebe, und da-
neben Engel, die anbetend der Krönung der heil. Jungfrau
Maria durch die heil. Dreifaltigkeit beiwohnen, über wclckcr
Gruppe die eben erwähnte Nische sich wölbt, die gleichsam den
hohen von den schon erwähnten acht herrlichen korinthischen
Säulen getragenen Giebel des Altars bildet. Auf dem mit
Triglvpben und Metopen gezierten liohcn Gcbälke sitzen die vier
Evangelisten, bemüht, das hohe Mysterium, so vor ihrem Auge
vorgeht, zu fassen und in die Blätter der Geschichte ciniutra-
gen. Zwischen den Säulen stehen die Statuen der heil. Bar-
bara und Katharina. Heber jeder der beiden früher erwähn-
ten Thüren zeigt sich eine Doppelgruppe von Stammel'):
rechts der beilige Franz Borgia mit dem jugendlichen, in ein
Pilgergewand gehüllten Stanislaus Kostka zu seinen Füßen,
dessen Antlitz ein unbeschreiblicher Liebreiz verklärt, und link»
der lieil. Ignatius, dem knienden heil. Franz Xaver das Evan-
gelium darreichend, damit er es den Indianern predige. — Die-
ser Altar hat auch ein sehr gutes Bild von Iosepli Fram Flu-
rer"), den heil. Einsiedler Aegudius darstellend, der mit verklärtem
Antlitze am Ausgange eines Waldes kniet und für die Schar
von Gichtbrüchigcn betet, welche unter ihm den Vordergrund
ciunimmt, und einzelne lebensvolle Gestalten sich beigemischt
sieht. In der Waldpartie, welche den Hintergrund schließt,
beurkundet er sich als einen tüchtigen Schüler Salvator Nosa's.
Zu beiden Seiten des Hochaltars sind an der Kirchcn-
wand zwei Bilder von gleicher Größe eingerahmt, davon jenes
der Epistclscitc den noch jugendlichen Kirchenheiligen darstellt,
wie er den Armen, die vor ihm knien, seine Kleidung über-
gibt, um ihre Blößen damit zu bedecken; das gegenüber ste-
hende aber ihn als Einsiedler zeigt, der von einer Hirschkuh
begleitet in tiefster Waldeinsamkeit den Fürsten einer heidni-
schen Völkerschaft empfängt, welcher sich vor ihm in höchster Ehr-
furcht auf die Knie geworfen hat, um mit gegen die Erde ge-
beugtem Haupte seinen Segen zu empfangen. Beide Gemälde
vcrrathen den sehr gewandten Pinsel Flurer's, dessen Figuren
sich übrigens nicht selten sehr ähnlich sehen.
«) Einem »atrrlanoischcn Vilohauer aus vem Anfanqe de« achtzehnten Jahr-
hunderts, 0rr viel be> Ichann Jakob Sckoy bearbeite» und gclcrnt Hat.
2) Das V>>» ist mtt scmcr (llnff.-r I. F, P. <,,,„lN, bezeichnet! Flurer war
auch cm sehr geschickter Zeichner u»ü einer lcr besseren Schüler Sal- z
vator 3los«'s, ,n dessen Oe,st er auch Landschaften malte. H
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918