Page - 168 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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einander beuchen und wechselseitig sich ergänzen,
selben hat an der Vorderseite drei, ich möchte sagen, religiöse
Trinmpbulgc, auf der dem Chore zugekehrten Seilenwand eine
symbolische Tliiergcstalt und auf der entgegengesehen Teile
eine Art Sinn- oder Wappenbild. Alleö dieses ist von Zierlich
ausgelegten Nahmen eingefaßt, aber leider nicht selten schon
so lückenhaft, das! man einzelne Köpfe, 'Attribute der Gestal-
ten u. dgl. m. vermißt.
Der rechte Sarkophag hat dem Chore zunächst an der
Seitenwand ein schlankes Reh, über das sich ein von ilnn >nit
den Füßen am Boden festgehaltenes, aber verstümmeltes In -
schriftband hinüberivölbt, auf dem die Charaktere durch die er-
wähnte Lücke unterbrochen sind ' ) . — Der nächste Festzug des
vorder« Theils zeigt einen von Eseln gezogenen und von Lie-
besgöttern, die auf jenen reiten, gelenkten Wagen, den römi-
sche Krieger mit Waffen und Trophäen umgeben, unter die
sich eine auf der Geige spielende Jungfrau und eine ganz
nackte beflügelte Frauengestalt mischen. Der Wagen stellt sich
!n der Gestalt eines Sarkopbagcs dar, den mehre Standbilder
in Nischen und anderes Bilderwerk zieren. Obenauf sieht ein
rundes Gesäß »ach Art einerÄra, das mehre sich die Hände
reichende Genien umschließen lind aus dem Flammen hervor-
brechen, denen Amor mit Bogen und Fackel entschwebt; den
Hintergrund bildet auf der einen Seite ein mit Hainen be-
standener Berg. — Tiefes wird von dem nächsten, und so ein
jedes Bild von dem andern durch ciuen holten auf das Man-
nigfaltigste zusammengesetzten Candelaber getrennt. — Taö
zweite Basrelief enthält einen Wagen, dem ein Einl'ornpaar
vorgespannt ist, und ein Jüngling mit einer Fahne voranschrci-
tet; ihn umgeben einzelne Paare, die Eheleute zu sein schei-
nen. Auf dem Wagenanfsatze kniet mit auf den Nucken ge-
bundenen Händen ein Knabe am Fuße eines Altars, der jetzt
fehlt, aber noch als Standbild eine behelmte Jungfrau mit Schild
und Sicgespalme hat. — Das dritte Bild zeigt den Triumph des
Todes, dessen von Büffeln gezogener und mit tanzenden Ge-
rippen geschmückter Wagen, auf dem er selbst mit der Sense
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918