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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 191 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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191 deren Altären sind mehre Statuen vcn dem kcnntnißreichen ständischen Bildhauer Philipp Sträub, deren einige nur an dem Fehler leiden, daß sie verhältnißmäßig zu kurz sind '). ää) Die Kirche der Franciscaner-), der Himmelfahrt Maria geweiht, ist das dritte Gotteshaus alldeutschen Styls in der Stadt. Das Kloster, dem die Kirche angehört, ist eine der ältesten Stiftungen vcn Grätz. Hencg Leopold III. scll im I. 1221 den Orden der Minoritcn einge- setzt daben; doch ist es wahrscheinlicher, daß sie erst um das Jahr 1249 hierher gekommen sind; nun wurde hier, wo in der frühestcn Zeit die dem heil. Jakob geweihte Kapelle, eines der ältesten Kirchlcin von Grätz, in der weiten Ebene gestan- den haben soll, das Kloster und die Kirche genannt »Maria Himmelfahrt an der Mur," erbaut. Im I. 132? wurde der zu Brück an der Mur am 3. Februar verstorbene Herzog Hein- rich, Bruder Friedrichs des Schönen, hier bei den Minoritcn beigesetzt, bis sein Leichnam nach Königsfelden überbracht wur- de. Im Besitze des Klosters und der Kirche verblieben die Mi- noritcn bis an das Ende des fünfzehnten Jahrhunderts. In ihrem Kloster N'urden die Leichname der am 23. April 1471 enthaupteten Ritter Andreas Baumkircl'cr und Greißenecker bei- gesetzt. Erst vier und vierzig Jahre später «gen die Francisca- ner in dieses Kloster ein. — Kaiser Friedrich IV. hatte nämlich auf Antrieb des berühmten Redners Johann vcn Capistran den Orden des heil. Franciscus von der strengeren Obscrvanz nach Grätz berufen und ihm im I. 1463 uinäckst außerhalb der Stadt auf der Stelle des deutigen Damcnstiflcs am Tummel- platze ui St. Leonhard ein Kloster erbaut; als aber im I. 1481 Mathias ssorvinus, König von Ungarn, Grätz mit einem Ileber- falle bedrohte, und die Nonnen des heil. Tcminicus ihr Klo- ster zum licil. Leonbard am Grillenbühel^) vor dem Eisenthore zu verlassen und anfänglich durch mehre Jahre in der Eggcn- ») S. »en Aufsatz! «eitere plastische Künstler m Sleiermarl, Von Warün- ger, IN der ersten Folge der ste,crm, Ze,!sch. Gray ,«'!, XIHft. S,l!z, l) Uel'er L,c ättcre Gesc!,,chtc dieser K!rck,e und des Klosters, Nehc lcs V, F, äßl!,,,'!!!«, !^o. l'l>l« I>r»,7. pnz. 2«! — 303. Der Grillenbukel konnte nicht der Ruckerlberg gewesen sein, la Ferdi- nand I. in eüier Ilr!u„de >l,!,o. Lr^c,i >i?i von dem Kloster sagt, daß ei zu Orai; vor dem <i,senll>ore gestanden und abgetragen worden sc<: i»^ !!,^>, Ull i , ixliün «<:^^^!. !!.<„ od5ll l!uni5 c l^ i l ^ i iz >'^lir Ver l ' lnderung der Gelegenheit ciner Belagerung der Stadt;« vielleicht lag es in der Gegend de:> Frecherrl L von Mandell sche» Landhauses, allwo es aller- dmgi noch zur Belagerung der S<«dt die ersprießlichsten Dunste halte leiste» können.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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