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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 222 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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222 der Schulferien in ünn ,u Ende Septembers die Pfarr- geistlichreit !u frommen Uebungen (Erercitien) '.'ersammelt. Tiesein großen Gebäude gegenüber liegt in der Blirger- gasse nächst dem Mausoleum das Haus des k. k. inner- östcrr. G en eral-Militär-Commando's (Nr. 36), ge- meinbin auch die 5l riegskan;lci genannt, ein stattliche,? gro- ßes Haus >.'on schönen Verhältnissen, über dessen Portal sich zwischen den ötatuen der Religion und der Kunst das stei- nerne Brustbild seines Erbauers, des Erzherzogs iiarl II., und die Inschrift zeigt: et denn es war Ul seiner Zeit und bis NIM I. 177^), in dem cs aufgehoben wurde, ein Convict, welches er im I. 1576 mit den eingebogenen Gütern der ötiste Hairach, Griffen und Seil'', deren letzteres sich aber spater wieder emporrang, ge- stiftet und dem er die Bestimmung gegeben batie, tennlniß- rcichc Jünglinge zu tüchtigen frommen Priestern <n cniel'en. Zu diesem Ende wurde die Anstalt auch mit einer eigenen Hauökapelle (siehe S. 20?) '.'ersebcn und dem Orden der Je- suiten anvertraut. — Äcleichnend ist auch lner die immer wie- derkedrcnte Anspielung auf die besiegte Hetzerei in der Person des die H'.'dra tcdteudcn Herkules im Hofe am Brunnen. — Nach Aufhebung der Jesuiten wurde auch dieses Vonvict auf- gehoben und die reichen Einkünfte desselben n> Handstipcndien verwendet. (5'ü ist noch immer ein Eigcntlmm des sogenannten Ocn'.'ictcfonds, und wird >.'on dem k. k. General-Commando und den ;u ilnn gehörenden Aenunn, als: dem ill'.ir. inner- cstcrr. ^uäieiui» c1»Il,^2luin i,,ilit. lüi^luio l,ll). nur im Wege der Miete benutzt. Weiter unterhalb desselben liegt jenseit der Gasse das t. t. Versatzamt (Nr. 34), ein großes, ernstes und solides Gebäude, das auf dem Grunde der Herrschaft Tiattpsarre steht und in seinem Vaust'.'le manche besondere Eigenheit der Zeit seiner Erbauung an sich trägt, besonders in der Zeich- nung und Anlage seines großen und hohen Portals. Zu En- de des sieb;el'nien Iabrbunderts geborte es dem Herrn War Sigmund Grafen von Herberstein, und zur Zeit der Lrbhul- «> 2cr Religion , < den nützlichen Künsten.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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