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mes, welcher Namen und Vesihthümer auf die Grafen Zay
von Zajesda übertrug.
Aus der Schmidgasse fübrt das nach dem geistlichen Hofe
benannte Gäsichen in den Stain^erhof (Nr. 391 — 393),
welcher seinen Namen von dein nun aufgehobenen Chorherren-
stifte des heil. Augustin zu Stainz, erhalten hat, dem er einst
gehörte; noch früher war er aber ein Eigenthum des Fürst-
bischofs von Lavant.
Gebt man durch die neben diesem Hofe neu gebrochene
Albrechtsgassc bindurck, so befindet man sich in der Neuthcr-
gasse gerade jenem Hause (Nr. 421) gegenüber, in dem am
9. Juni 1774 der berühmte Orientalist Joseph Edler von Ham-
mer (jetzt Freiherr von Hammer-Purgstall) geboren wurde.
Am Ende der Murgaffe liegen zwei unnangsreiche Häu-
ser Nr. 312 und 310, davon das letztere nach den Clarisser-
Nonnen zu Allcnhciligen noch beut ;u Tage »im Paradeis"
heißt. Sie geboren i« den geschichtlich merkwürdigsten Gebäu-
den der Stadt. Was es für eine Bewandtnis! mit dieser Ge-
gend der Stadt in den frübesten Zeiten battc, ist nickt bekannt.
Vor dem Anfange des sech;elinten Jahrhunderts, zu welcher
Zeit es dem Gottesacker der Minoriten ninäckst lag, war hier
ein großes Haus, das in Urkunden »die Eggenbergische Stift"
genannt wird (siehe S. 223). Diese älteste Benennung ging
später auch auf die Lehranstalt über, welche die protestantischen
Landstände hier gegen die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts
gründeten, indem sie die Stiftschule genannt wurde ').
Das protestantische Stift war anfangs nur eine kleine Kapelle,
welche ein Landstand auf seinem eigenen Grunde hier erbaut
hatte und ninäckst in den Besitz des Seifried von Eggenberg
überging. Beiläufig um das I. 1549 wurde der Raum um
diese Kapelle von mehren eiinelnen Protestanten und den evan-
gelischen Landständen durch den Zukauf einiger Grundstücke
bedeutend erweitert, dann von den Letzteren gänzlich übernom-
men, und im I. 156!^, während Erzherzog Karl in Spanien
abwesend war, auf selbem ein sehr ansehnliches Collegium,
das lutherische St i f t , in kurzer Zeit erbaut, und mit
Predigern und Schullebrern besetzt, das anfangs nur ;um
Neligicns- und Elementar-Unterrichte bestimmt, im I. 1573
aber zu einer höhern Vildungsanstalt erhoben wurde. Aus der
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918