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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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gezahlt und haben eben keine sehr große h'cncurrein u> beste- hen; ja cs fällt nicht selten sckwcr, die nötbigen Arbeiter zu erhalten. <3>ne Küchenmagd erbält in der Regel jährlich ^0 — 24 fi. ss. M. Lohn; eine Köchin» 28 — 60 si.; ein Bedien- ter monatlich 12 fi.; ein Rutscher 10 — 1ü fi.; ein Haus- knecht 4 — 5 st.; der Taglchn beträgt 20 — 30 kr. E. M. 8. ». National: und Religions-Vcrschicdcnhcit. So nahe auch die Gräme derjenigen Landschaften ist, die schon von Slaven (den Wenden) bewohnt werden, so ist doch Grätz heut ;u Tage eine rein deutsche Stadt, in der man viel häufiger italische als windische Laute vernimmt. Der Grä- her gehört zum oberdeutschen Volksstamme. Sein Dialekt bat, einige Worte und Redensarten etwa aufgenommen, nicht viel Eigentbümlichcs; er ist ihm mit dem ganzen umliegenden Lande und mit dem Vcwobner mancher österreichischen Land- städtchen gemein, in denen man, mit wenigen Abweichungen, fast überall eine äbnliche Mundart I'ört, die eben nicht viel Raubes an sich bat und zuweilen an den Wiener-Dialekt erin- nert, nur daß der letztere weicher, runder, in den üblichsten Redensarten gemütblicher und im Rainen woblklingender ist.— Die unteren Volksclassen hingegen baben aber allerdings eine mitunter raube, barte, dem gebildeten Ausländer schwerer ver- ständliche Redeweise. ?lm raudestcn ist die Sprache der vom Lande herbeigezogenen Mägde, unter denen sich wieder bierin die bäufig al» Ammen in der Sladt dienenden weiblichen Per- sonen aus Hitzendors auszeichnen. Auch das weibliche Oieschlecht der Mitlelclassen, ja selbst Fraueu und Mädchen von Honoratioren überraschen den <vrem- den nickt selten durch eine vernachlässigte Hpraä»e, die man ihnen niemals zugetraut hatte und die plötzlich den angeneh- men Eindruck, den man beim Anblicke der schönen (Gestalt und ilner cinnebmenden (Gesichtszüge empfangen bat, wieder vernichtet. — 3er Raum gestaltet cs nicht, sich l'ier in eine nähere Bezeichnung der besondern <figenheitcn des (^lätzer- Tialekts eiinulassen. Das Wörtchen ,,wol" gebraucht er als Bejahung sehr häufig; „die Spinne" bezeichnet er als »Spin- nerinn"; er hat auch wie der Wiener »keine Vntter," sondern „einen Auttcr", das Fräulein ist ibm »die Fräule"; das ge- meine Volt nennt einen herablassenden, freundlichen Mann einen »niederträchtigen" Herrn; das Abweichen „die schnelle
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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