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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 319 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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3 «9 dcrn werden Keuchhusten und häutige Vräune nicht sel- ten beobachtet'). Die zahlreichsten Fälle von Vräune kommen gewöhnlich im ersten und letzten Quartale vor, ,u gleicher Zeit mit Katarrden; in den Ialnen 1830 und 1834 mit der Ruhr, aber nicht in den Sommermonaten, in denen sie wü- thclc. Die meisten cdcr doch die gefährlichsten Fälle wurden in der Murvorstadt, im Münigrabcn und am Fuße des Nc- senbcrges beobachtet. Die Rheumatismen siriren sich gerne auf die Gelenke, das Rippenfell, die Augen, die Gehörorgane, auch die Ner- venschmerzen sind gewöhnlich rheumatischen Ursprungs, als: Zahnweh, Hüftweh u. s. w.; die zalilrcichen Koliken aber rüh- ren eben so oft von gastrischen Ursachen her, wie schon der verdienstvolle Pcnditsch bemerkte. Besondere Erkrantnngsni- fälle, als: zufällige Perginungen durch Schwämme, Wnrste u. dgl. kommen äußerst selten, wenigstens nicht häufiger vor, als in andern Städten. Zur Sommerzeit nehmen wie überall auch die Astec- tioncn der Leber iiderhanl, gallige Fieber, Erbrechen, Durch- fälle sind etwas Gewöhnliches. Letztere erlangen jcloch in Gratz nie jene Ausbreitung, wie auf dem Lande, und sind auch keineswegs eine so ccnstante Erscheinung, wie andere ka- tarrhalische oder rheumatische Leiden. Wenn sie jedoch epide- misch auftrete», so beginnen sie gewöhnlich im Juli und dauern bis Ende Octobcr, während ni gleicher Zeit gallige Affcctic- nen oder Wcchselfieber uin sich greifen. Die bedeutendsten Ruhr - Epidemien mit der größten Sterblichkeit brachen im Verlaufe der letzten 12 Jahre 1830 aus, in dem 24 Kraule, und im beißen nnt trocknen Jahre 1834, in dem -15 daran starben, die meisten im September und October, nnd die Hälfte davon in der Murvorstadt. Im gaincn Dccennium trat sie jedoch nie so verlieerend auf, als nn Jahre 1828, in dem sie 93 Opfer dahinraffte. Seit 1834 ist sie in Grätz nicht mel'r epidemisch erschienen; jekesmal aber Zeigen sich die Zahlreich- sten Fälle in den niedrig gelegenen Stadttlieilen, besonders in jenen an der Mur, wo sie auch am gefährlichsten auftritt. So kam unter den erwähnten 24 Stcrbcfällen im I. 1830 <> D<^ V r ä u n e raff le ini Ia ! , rc <»?» >?; <l?3 l « ; 12:1 l ü ; lü?9 i> ! l»",a > l ; starben. In 0^„ » I ' r ,qc„ Ia>>r>„ erciqn'ct,-,! sich nur einzelne S ie r l i e - s<ille an der hant ige» Vr<n>ne, l l» Jahr».' lU35 imü ll<5? lindc!^ sich keine m ocn ""
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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