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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 325 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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die man nur ausnahmsweise in jenen Spitälern findet; dcß- halb ist auch die angegebene Zahl von Fraisen sc unbedeu- tend, weil, man Kinder in den ersten Lebensjahren »ur selten aufnimmt. In der Summe von lttU«) Kranken sind ferner» Augenkranke und Irre nicht begriffen. Die Zahl der Verren- kungen und Beinbrüche ist in dem Verzeichnisse gering, weil sich viele daran Leidende von Afteränten behandeln lassen; seitdem auch in (>iratz viel gebaut wird, sind sie im Zuneh- men. Endlich fehlen in demselben jene Formen, die unter lOUO Fallen tau»: Einmal vorkommen, als: Vlascn- und Gürtel-Ausschlag, Steintrankhei t , Vei tstan, , Vle i - tol ik. Die Seltenheit der letzteren dürfte nim Theile von der fetteren Kost herrühren, an welche die arbeitende sslasse hier gewöhnt ist. Die Steinkrankheit , die in den Alpenlandern der österreichischen Monarchie überhaupt selten vorkommt, ge- hört auch in Grätz und in der ganzen Provinz trotz der herr- schenden Gicht und einer Vorliebe für Mehlspeisen zu den ungewöhnlichen Krankheitöfcrmen. In gam Steiermark kamen in dein ganzen De^-nninm '.'on 1^2«! — 18,^0, in tem eine Zählung Statt fand, nur 1l< Steinkrante, und iwar 7 männ- liche und ^ weibliche ^ur Veliandlnng. Auch die i )undswuth wird wenigstens an Menschen selten beobachtet. In den letz- ten l^ > Ialnen starb nur Einer an Hvdrcpkcbie, und dieser wurde aus dem 5,'ande von einem tollen Hunde gebissen, und nur ;ur är;Nicken Behandlung nach Grätz gebracht. Nnler den Kränkleiien der ?>eugcbornen machen die Affcciionen der ersten Wege, als: Säure, Schwämmchen, fer- ners Lebenöschwäche, Atrophie, Fraisen, wie überall, die Mel'r- zahl aus; die Augen-Vlennorrhöe der Zleugebcrnen ist auch außer dem Findclliausc sel^ - bäufig. Wenn sich die Sterblichkeit in den Kindcrialiren etwas geringer <eigt, all> man gewöhnlich annimmt, so liegt die Nr- sache darin, daß die gewöhnlichen Ki»dcrtia»kliciien seltener epidemisch herrschen, und in der Negel gutartiger verlausen. Die gewöhnlichsten Todesursachen in den ersten Lebensmona- len sind wahre Schwäche, Durchfall, Entzündung der Bauch- Eingeweide und Fraisen, die meistens gastrischen Ursprungs sind. Zu den schädlichen Mißbrauchen in der physischen Kin- der-Erziehung gehören vorzüglich die künstliche Ucbcrsüiierung in den ersten Lebensjahren, namentlich das Darreichen einer , zu reichlichen und substanliösen Kost noch vor der Entwicklung H 5cr Zähne, und die Aufnahme des Kaffees in die Kinder-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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