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belebende Betten hat, so waren jährlich 9 Kranke auf eines
ui reclnien, und jeder ungefäbr 40 Tage im Besitze desselben.
Ein Vett kostete im Durchschnitt? lüU st. ss. M., daher ein
Kranker durch seinen ganzen Ilusentbalt beiläufig 1°2 ft. und
laglich 18 kr. Würde man aber sammtlichc Ausgaben, auch
jene für den Convent, welche nach Gubernialrath v. Vest im
vorigen Decennium jährlich 8Z48 st. C. M. betrugen, in
Rechnung bringen, so käme ein Vett auf 2Z1 ft. und ein
Kranker täglich ungefähr auf Z9 kr. C. M. zu stehen. Der
Kostenaufwand für dieses Spital steht daher mit jenem des
allgemeinen Krankenhauses in ziemlich gleichem Verhältnisse.
s) Das k. k. Militärspital.
Diese Heilanstalt befindet sich im ehemaligen Karmeli-
terkloster") auf dem Platze gleichen Namens. Das weitläufige
Gebäude ist durch einen Mitlcltract in zwei Vierecke getlieilt,
und kann im Gegensätze zu dem Civilspitale, das im Verhält-
nisse zu einer Bevölkerung von 48,NU!) Einwohnern nur Raum
für 20!) Betten hat, nicht weniger als Z84 kranke Militärs
aufnelnnen. In änilicher Beueliung werden urei Abtheilun-
gcn, für Internisten und Erternisten unterschieden; letz-
tere begreifen außer den chirurgischen Kranken auch die Sy-
philitische», Krätzigen und Augcnkranken. Ueberdieß sind be-
sondere Säle für acute Ausschläge und Rcconvalcscenten be-
stimmt; die erkrankten Weiber, deren Zahl vcrhältnißmäßig
sehr gering ist, werden in ;wei Zimmern untergebracht. Die
Krantensäle sind durchaus auffallend hoch, licht und geräu-
mig, zur Winterszeit durch eiserne Oefcn gcheitzt, und Nachts
durch eine in der Mitte des Saales hängende Glaslampe be-
leuchtet. Die sel,r breiten Bettstellen der Kranken sind von
HoN, werden aber auch hier allmäklig mit eisernen vertauscht;
die übrige Einrichtung des Saales liat nichts Bcmerkcnswer-
thcs. Die geräumigen Hofe, so wie der gegen die Bastion ge-
legene Garten dienen zu Erholungsplätzen für Rcconvalescen-
ten. In der Spitalskapelle wird jeden Sonntag Messe gelesen.
Die Krankenwärter werden aus der Mannschaft ge-
wählt, und der Vorschrift gemäß alle vier Monate gewechselt;
die tauglicheren Individuen jedoch öfters über ein halbes Jahr
darin belassen.
») Das Karmclitcrlloster wurde von Kaiser Joseph II. aufgehoben unl las
Wcd,n<L» zu cmcm Ml!>tarsptta!e bestimmt.
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918