Page - 366 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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eine besondere Stiftung 6 arme Wädchen im Spital unter-
halten. Mit allerböchster Entschließung vom 3. Mär; 1792
wurde die Verwaltung der beil. Geist-Spitalsgült wieder mit
besonderen Vorsichten dem Magistrate, welchem das Ortsge-
riän, die Pupillen- und Depositen-Gegenstände und die Lei-
tung anvertraut wurden, und der Bürgerschaft überlassen, als
deren Repräsentant ein von dem bürgerlichen Ausschusse ui
wählender Spitals-Ausschuß von ü Bürgern die eigens ein-
gesetzte Spitals-Verwaltung darüber zu controlliren beauftragt
wurde, ob die Pfründner der Stiftung gemäß erhalten wer-
den u. s. w. — Nachdem aber weder durch diese, noch auch
durch eine neuere Organisüung, welche mit koher Guberuial-
Verordnnng vom 19. Jänner 18(>3, Z. 576, vorgenommen
wurde, eine zweckmäßige und ordentliche Verwaltung cnielt
worden war, ließ die hohe Landesstclle im I. 1827 das Ganze
der Spitals-Verwaltung durch eine besondere Kommission un-
tersuchen und gab bicrauf diesem Tpitale mittelst Verordnung
vom 12. Octcder 1827, Z. 22,718, seine gegenwärtige Ver-
fassung.
Nach dieser kommt die Oberleitung der Administration
des Spitaiö mit jener der Spitalsgült dem Äreisamic ;u, wel-
ches die Sanilätü-Aufsicht insbesondere durch den Kreisphysi-
ku5 ausübt.
Eö ist diese Anstalt ferner ausschließend für verarmte Bür-
ger der Hauptstadt Grätz bestimmt; daher man nur solche In-
dividuen aufnimmt, die sich durch den Bürgerbrief legilimircn.
Gegenwärtig bestehen 91 solche Pfründner, von denen
59 außer dem Hause und 39 in demselben ihre Pfründe ver-
zehren '). Jeder erhält täglich 6 tr. C. M. auf die Hand;
die im Hause befindlichen Psründner aber genießen überließ
die C'molumente einer geheilten Wohnung, von Kleidung,
Bett- uud Leibwäsche.
Das Instiiutsbaus (^Nr. 837 in der Tominikanergassc)
bcstel't aus einem ziemlich weitläufigen uveisttckigen Gebäude,
das außer den Pfründnern noch andere Wohnparicien in sich
begreift. Ersterc nehmen drei große und lichte Säle ein, in
denen sie Raum genug finden, sich mit verschiedenen Arbeiten
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918