Page - 378 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Image of the Page - 378 -
Text of the Page - 378 -
D 378
der Strästinge gedeckt; ungefäbr 2299 fl. durch die Landge-
riänsbeiträge; bei 4899 fi. betragen die Ersähe der Verpftegs-,
Heil- und Leichentcsten, und bei 13,200 fl., welcke von der
obigen Summe noch abgeben, werden vom hohen Aerarium
bestritten ^).
8- «.
Das k. k. Versatzamt.
Ilm denjenigen Gcldbedürftigcn, welche nicht gam mit-
tellos sind, gegen maßige Perccntc Oelddarleihen zu verschaf-
fen und sie vor wucherlichen Bedrückungen zu bcwabren, wurde
auäi in Grätz von der Kaiserin« M. Theresia mit allerhöch-
ster Resolution vom 29. September 175) eine allgemeine
keih-Bant oder Versatzamt errichtet, den l i . Teccmbcr des-
selben Jahres auch noch eröffnet und unter eine eigene Di-
rection gestellt, welche aber mit dem 15. Mai 1770 ihr Ende
erreichte. Mit allerhöchster Entschließung »cm 17. Mari des
nämlichen Ialnes wurde diese 'Anstalt ui einem öffentlichen
Fonde erklärt, unter die Leitung der Hanptpolizei und Lan-
des-Ockonomic - Commission gestellt und der bis dahin zwi-
schen dem Tirectcr und dem Armcnhause getheilte Nutzen
ausschließlich dem Besten des Armenhause!? zugewendet (siehe
S. ^>>1). In früliern Zeiten >var der Ertrag nicht nur kein
glänzender, sondern es gab mitunter Ausfälle, »reiche durch
den Hauökauf und manche andere Umstände der Anstalt eine
Schuldenlast zmog, die sich »och immer auf ungefähr 88,999 st.
C. M. beläuft, zu deren Abtragung derzeit der Neberschusi
verwendet wird, welcher sich vom I. 18Z2 — 18^9 iin Txrch-
sch»itte jährlich auf ungefähr 4399 st. belaufen, »nag. Vis
zum I. 1825 wohnte das Versatzamt immer in einem gemie-
teten Lccale. Mit hoher Hoftamlci-Verordnung vom 1. Tc-
ccmber 1825, Z. 35,898, brachte sie das zum Theilc der
Landschaft, zum Theile der Hauptstadtpfarrc gehörige Haus in
der Bürgerg^sfe (siehe S. 222) um den Betrag von 15,975 ft.
C. M. eigenthümlich an sich.
Das Versatzamt leiht auf Aerarial-, Vancal-, ständische
und andere Schuldverschreibungen eines öffentlichen Fonds,
nur auf keine Privatschuldscheine; ferner auf bewegliche Hab-
>) I » ! I, >z?> hrll,<^n si.<, oic <?,nnabmen o.'r Anssalt auf :<,?: ss, ^ davon
i"r Manufacturwaarcn >u>>> s<>nss>g< llrb>'>t >'« ff. E. M, e,n^,n,un,
D>>' ^,,s.,adl!i d,<s„.,rn l>,,«o fl ; 0>n>»n !>>,»>n auf een IIn!>r>,a>t
drr Stiaft,,!^^ 6<57 fl i aus VlanufacturS - ^uslaüen lz«« fl. uul> auf
d,e R,g,c u„i> sonst,ge Auzlagcn «»a? fl. C, Nl.
back to the
book Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung"
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918