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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 423 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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I423 Freischule an der Leechkirche crtbeilt hatte. Durch die Negie- rungodecrete vom 7. Juli lind 31. September 15U4 ist ein Universität»-Oderrichter (^uclex ol^ingiiu«, gewöhnlich der Regicrungskanzlcr) mit mehren Gerichtsbeisitzern und Räthen (^wei Ncgimentsrätbcn gewöhnlich) mit einem,ausgezeichneten Nechtsgelchrtrn als Beisitzer in Criminalfällen (><1vac»!,»i« al.g<I(.'lnicuz), »nit einem Sekretär (geu'öhnlich einen der Nc- gierungosecretären), einem Univcrsitäts-Syndikus und einem Notar eingesetzt, und der academische Gerichtssenat vollständig eingerichtet worden mit ciuiler und criminalcr Gerichtsbarkeit über alle zur Universität gehörigen Geistlichen und Studen- ten, selbst Grasen, Freiherren und andere Adelige nicht aus- genommen, über geistliche und weltliche Diener, so daß über eine vom academischcn Tribunale gesprochene Sentenz nicht wciters mehr appcllirt, nur allein bei der hohen geheimen Stelle um Revision gebeten werden konnte. Dieses Univcrsi- täts-Gericht ist durch 196 Jahre in ununterbrochener Wirk- samkeit geblieben, und in manchen hochwichtige» Fällen selbst über das Leben entscheidend ,ur Hinrichtung mit dem Schwertc. Die große Universitäts-Matrikel bewährt auch die Thätigkeit dieses acadcmischcn Tribunals, welches von Zeit zu Zeit Uni- versitätsschüler wegen unordentlichen Leben, Roheit, Raufereien, Diebstahl, schweren Verwundungen, und selbst wegen Mord gerichtet und aus der Matrikel gestrichen hat. Früher schon und auch nach dem Jahre 177Z noch unterschied man das gewohnliche Konsistorium der Universität, welches aus dem Rcctcr, aus den Sludicndireclorcn, Decanen, aus dem älte- sten Proscssor der Theologie und aus dem Professor der Phy- sik bestand, dessen Kanzler und Präses im Jahre 1781 der Fürstbischof von Seggau gewesen ist, und das Gerichts-Con- sistorium l^l)nzi»N»iil!!,> univ^izilllliz in )»l1ic>»!i1<uz), des- sen Mitglieder der Universitäts-Oberlichter, vier juridische Doc- toren, neun theologische, zwei juridische und vier philosophische Professoren waren. Das letzte Glied des gcsammtcn Ccnsisto- riums war der Siabtragcr oder Pedell (I'^liV-üu« unive»-«!- taliz). — Nach dem Sinne der Stisiungsurtuntc hatte die alte Universität das freie Recht, die höheren Würdcgrade aus den Studien der einzelnen Facultäten, nämlich das Vaccal- anreat, Liccntiat, Magisterium und die Tcctcrswürdc der Phi- losophie, Theologie und nach dem Geiste eines solchen Insti- tutes auch der Rechte, nach bestimmt vorgeschriebenen wissen- schaftlichen Leistungen der Dcctorandcn und unter gewissen
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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