Page - 433 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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der physikalischen Wissenschaften, besonders ihrer Anwendung
auf die Landescultur in Steiermark ungemein »erdient ge-
macht hatte. Die Inschrift dieses Monumentes ist folgende:
'1'ei-. Neot. Hla^n. Vil-o I'iodo .luztc» llocta.
8ueto I^vcgoi - (^ » »eeonsiZ I^ocoii go Orngmenic»
cuil.^ XI I I I Odi 8
d) Das st. st. Ioanncum.
Das Joannen,«, von den Herren Ständen Steiermarks
dotirt, ist als wisscnsä'afllicke Anstalt erst seit dem Jahre 1811
am Leben, kann aber ungeachtet seiner Jugend füglich als
Mutter mehrer anderer, wissenschaftlicher sowol als gemein'
nühigcr Institute, welche ln den letzten 30 Jahren hier ent-
standen sind, betrachtet werden.
Das Ioanneum trägt den Namen seines edlen Gründers,
des Erttienogs Ichann von Oesterrcich. Schon in dem
denkwürdigen Jahre 1809 hatte dieser ritterliche Prinz den
ersten Schritt zur Gründung dieses für die Provinz Steiermark
so wichtigen Institutes getban. Ter Enhenog stellte Sr. Ma-
jestät am Beginne jenes Jahres mittelst einer Denkschrift den
Antrag, zu Grätz ein Museum iu errichten, in welchem über
naturgeschichtliche Fächer und Technologie Nnterricht ertheilt
werden sollte, m welchem Vchufe er seine eigenen Naturalien-
Sammlungen u. s. w. diesem Museum ',u schenken, und eine
beträchtliche Summe an jährlichen Nntcn'ichtskosten aus eige-
nen Mitteln zu bestreiten sich erklärte. Dieser huldvolle Antrag
zur Kenntniß der Herren Stände gebracht'), hatte nicht nur
den lebhaftesten Eindruck ans die Provinz gemacht, sondern
insbesondere die Erklärung der Herren Stände hervorgerufen,
mit vollster Vereitwilligkeit die Kosten des beantragten Mu-
scum's, so wie dessen Erhaltung m übernehmen.
Indes, konnte diese Palme des Friedens «uf dem durch
Kriegesstürme mannigfaltig verwüsteten Vodcn noch nicht ge-
pflanzt werden. Doch kaum war nach wiedergekehrter Ruhe
das Land von den Feinden verlassen, so wurden auch die Ver-
handlungen wegen Zustandebringung des beantragten Institu-
tes neuerdings aufgenommen. Mit allerhöchster Entschließung
vom 12. April 1810 wurden vor der Hand die Lehrkanzel
»1 Hoffanzlc>,-Dccrct vom l Mär» <««, 3-
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918