Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Page - 489 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 489 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

Image of the Page - 489 -

Image of the Page - 489 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

Text of the Page - 489 -

489 erfreut sich schon gegenwärtig eines nicht unbedeutenden Zu- spruches. Gin anderer, zwar etwas näherer, aber zugleich mehr be- schwerlicher Weg nach dem Schöckcl führt über Antritz am Kalklciten-Mostcl, einem sehr malerisch gelegenen Bauernhöfe von 1934 Par. Fuß Seehobe, vorüber. Auf diesem Wege laßt sich nlglcich die Quelle der Antritz besuchen. Sie ist dir ansehu- lichste Quelle der Umgebungen von Grätz und liefert in einer Secunde im Durchschnitte 7 '/o Kubikfuß Wasser, das krustall- hell aus einer mit Kalkgrus bedeckten Felsspalte entspringt und vor dem Abflüsse eine Art Bassin bildet. Dieses Felsen- bassin ist der in der Quelle bäufig vorbandencn Forellen we- gen mit einer Mauer umgeben und nur durch eine Thür zu- gänglich. Die den Winter und Sommer hindurch stets gleich bleibende Temperatur des Wassers von 8,3" I',. zeichnet diese Quelle vor vielen andern aus, und diesem Umstände ist es vorzüglich beizumessen, warum sowol der Boden des Bassins, als der daraus entspringende Ninnsaal des Baches durch das gaiue Icibr mit einem grünen Polster von 8ium »»^uziila- liuni und (^al'linmiix.» u,»»>2 bekleidet ist '). Diese Ileppig- keit sowol als die Eigentlnimlichkeit der Vegetation der Quelle, die Einsamkeit und Schönheit der Gegend machen den Antritz- ursprung gewiß zu keiner unfreundlichen Wolniung der Naja- den, die der Städter an schonen Sommertagcn gar nickt sel- ten besucht, um an ihrer Schale ;u nippen und sich an der Frische der Gegend zu erquicken. Kaum einen Büchsenschuß von der Quelle entfernt, stellt eine Mühlr mit 4 Läusen und einer Säge, allein durch il,r Wasser in Bewegung gesetzt. Andere Mühlen und Pulverstam- pfe» folgen dem lieblichen 3bale entlang, bis man nach Obcr- antritz gelangt, von wo aus nur eine Stunde Wegs nach der Stadt ist. Schon seit einiger Zeit hat man die Idee, die Antlitz- quelle nach der Stadt zu leiten, doch stellen sich diesem Unter- nehmen vor der Hand unübersieigliche Hindernisse in den Weg. Gin anderes Project, diese Quelle für eine Kaltwasser-lsuran- stalt zu benutzen, ist einein Meteore gleich bald wieder erloschen, und so dürfen sich die Bewohner der Stadt, denen ohnehin die ländliche Natur nach und nach in immer engeren Glänzen aus- gesteckt wiry, erfreuen, dieses liebliche Asyl naturbefreundeter 'z über die Vcgetalwn dcr A»tritzq»clle findet man ,,< ^ «
back to the  book Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung"
Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Grätz