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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Ulrich und Hans schon seit jener Zeit dasselbe zu ihrem Stamm- hause erhoben haben. Ulrick Eggenberger hatte seinen beiden Sölmen Baltha- sar und Hans ein bedeutendes Vermögen hinterlassen. Bal- thasar log bald die Aufmerksamkeit des Kaisers (Friedrich I V.), dessen Säckel oft Beistand erheischte, auf sich. Da er ihm wichtige Dienste leistete, so wurde er in den Adelstand erlio' ben"), endlich selbst zu scinem Müiumeislcr ernannt; in die- ser Stellung erwarb er sich durch seine Treue, (Gerechtigkeit und durch seinen Fleiß allgemeine Achtung. Viele rückstän- dige Zahlungen, die der Kaiser nicht leisten kennte, bewegen ihn, seine Entlassung zu suchen, und es ist sehr wahrschein- lich, das! er in der Folge auf dem Schloßberge eingekerkert und gleich Baumkircher und Oreiscncck hingerichtet worden ist (1492). Seine Söhne Wclsgang und Christoph erlangten vom K. Marimilian „die vir und dreißig Tausend gülden, so weiland Balthasar Eghenperger in seinem '.'enkhnuß im Schloß zu Orätz unserm lieben Hern und rattcr geliehen und darge- stretht hat," wieder. Wolfgang von Eggenbcrg, ein ausgezeichneter Krieger und als Vertheidiger Wiens im I. 1529 bekannt, erzeugte Se>.'fried und Jakob, beide als Äekenner und Beschützer der neuen lutherischen Lehre bekannt, gegen welche selbst it. Fer- dinand l. wegen mancherlei Verbindlichkeiten nichts m unter- nehmen wagte. Christoph hatte durch eine reiche Hcirath sein Vermögen bedeutend erhöht und kaufte die Herrschaft Ehren- Hausen. Seine Söhne Ruprecht, Bartholomäus und Ichann Christoph wurden in dem I. 1598 in den Frcihcrrnstand er- hoben. Ersterer zeichnete sich als Staatsinann und Kriegsheld aus, führte seit 159>i das Obcrcominaudo gegen die Türken und starb als Minister im I. 1611. Er war es auch, der seinem Neffen Johann Ulrich, einem Scl'nc Seyfrieds, die Wege bahnte, die ihn später zu solcher Herrlichkeit führten. Dieser, anfänglich in Kriegsdiensten, kam dann an den Hof Friedrichs II,, wurde Kammerpräsident, Oberst-Kämmerer und 1621 Landeshauptmann ?cn Steiermark. Durch seine ausge- zeichneten Verdienste erwarb er sich das goldene Vließ und wurde im I. 1623 zum Neichsfürsten ernannt, erhielt Sitz und Stimme im reichöfürstlichen sscllegium und wurde 1628 zum Herzog von Krummau erhoben. >< Das ihm verliehene Wappen destanü in lrci lungen Aller», l>>e eine goldene Krone gegen Himmel lragcn.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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