Page - 504 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Ulrich und Hans schon seit jener Zeit dasselbe zu ihrem Stamm-
hause erhoben haben.
Ulrick Eggenberger hatte seinen beiden Sölmen Baltha-
sar und Hans ein bedeutendes Vermögen hinterlassen. Bal-
thasar log bald die Aufmerksamkeit des Kaisers (Friedrich I V.),
dessen Säckel oft Beistand erheischte, auf sich. Da er ihm
wichtige Dienste leistete, so wurde er in den Adelstand erlio'
ben"), endlich selbst zu scinem Müiumeislcr ernannt; in die-
ser Stellung erwarb er sich durch seine Treue, (Gerechtigkeit
und durch seinen Fleiß allgemeine Achtung. Viele rückstän-
dige Zahlungen, die der Kaiser nicht leisten kennte, bewegen
ihn, seine Entlassung zu suchen, und es ist sehr wahrschein-
lich, das! er in der Folge auf dem Schloßberge eingekerkert
und gleich Baumkircher und Oreiscncck hingerichtet worden ist
(1492). Seine Söhne Wclsgang und Christoph erlangten
vom K. Marimilian „die vir und dreißig Tausend gülden, so
weiland Balthasar Eghenperger in seinem '.'enkhnuß im Schloß
zu Orätz unserm lieben Hern und rattcr geliehen und darge-
stretht hat," wieder.
Wolfgang von Eggenbcrg, ein ausgezeichneter Krieger
und als Vertheidiger Wiens im I. 1529 bekannt, erzeugte
Se>.'fried und Jakob, beide als Äekenner und Beschützer der
neuen lutherischen Lehre bekannt, gegen welche selbst it. Fer-
dinand l. wegen mancherlei Verbindlichkeiten nichts m unter-
nehmen wagte. Christoph hatte durch eine reiche Hcirath sein
Vermögen bedeutend erhöht und kaufte die Herrschaft Ehren-
Hausen. Seine Söhne Ruprecht, Bartholomäus und Ichann
Christoph wurden in dem I. 1598 in den Frcihcrrnstand er-
hoben. Ersterer zeichnete sich als Staatsinann und Kriegsheld
aus, führte seit 159>i das Obcrcominaudo gegen die Türken
und starb als Minister im I. 1611. Er war es auch, der
seinem Neffen Johann Ulrich, einem Scl'nc Seyfrieds, die
Wege bahnte, die ihn später zu solcher Herrlichkeit führten.
Dieser, anfänglich in Kriegsdiensten, kam dann an den Hof
Friedrichs II,, wurde Kammerpräsident, Oberst-Kämmerer und
1621 Landeshauptmann ?cn Steiermark. Durch seine ausge-
zeichneten Verdienste erwarb er sich das goldene Vließ und
wurde im I. 1623 zum Neichsfürsten ernannt, erhielt Sitz
und Stimme im reichöfürstlichen sscllegium und wurde 1628
zum Herzog von Krummau erhoben.
>< Das ihm verliehene Wappen destanü in lrci lungen Aller», l>>e eine
goldene Krone gegen Himmel lragcn.
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918