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dem Abte von Admont (Gottfried I) ^). Von dieser Zeit bis
heutigen Tages blieb St. Martin im Vcsil;e des Stiftes Ad-
mont, nur verschwindet um das Jahr 117! die Pfarre Straß-
gang wieder aus dem Vcschlliume des Stiftes.
Tas Sckloß 3t. Martin hat ein altertümliches Zlus-
sel'cn, bildet ein regelmäßiges Viereck und ist mit Thürmchen
an den Ecken '.'ersehen. Einige Schritte höher liegt die kleine
Kirch«. In ihr sind die Sclmitzwcrke des admonüscken Plasti-
fers Tliaddäus Slammel von dcr Mitte des XVIII. Ialnl'un-
derts un'rlwürdig. Tiefer am Hügel, steht ein ansehnliches
Hellerliaus, in welchem große Porräthe von Stift^weincn auf-
be>rahrt werden. Gegenwärtig wird dicß Gut durch einen
Sliftspricstcr administrirt.
Die '^ age des Schlosses ist schr reifend, nickt minder
aber auck die Umgedungen derselben. Teiche, Alleen, ^ust-
haine u»d eine Felsengrotte, aus welcher ein kleines Vächlein
dervor>iuillc, sind durch angelegte Wege mit einander in Ver-
bindung gebracht und bilden sehr angenehme Parkanlagen.
Besonders lnibsch ist die Parthie der Grotte und der nahen
Quelle (Martinsbrunnen oder das Vrünnl genannt); nur
wäre ;u wünschen, daß das leyterc einen passe,ideren Schul?»
bau erhielte, als der dermalige ist, welcher nur in sehr an ge-
wisse nothwendigc, aber gerne vermiedene Orte erinnert. In
beißen Sommcrtagen herrscht in diesem Schalten die erqui-
ckendste «uhlc und das aus dcr Grelle rieselnde Wasser bc-
siyt eine im Winter und Sommer sich Uemlich gleich bleibende
Temperatur, rie nach vicrialiriger Beobachtung 7,lZ'" i i . be-
trägt. Allerlei Singvogel nisten in diesem Haine und beleben
dnrch ihren vielstimmige» harmonischen Gesang die düstere
Stille, die nur m leicht m süßen Träumen einladet.
Von St. Martin aus, wo man in einem nächst dem Tei-
che befindlichen Wirtlishausc Erfrischungen bekommt, besteigt
man gewöhnlich die darüber befindliche, 1958 Par. F-uß hohe
Spitze des Vcrges »der Vuchkcgcl" genannt. Der Weg dahin
ist mit einigen Unterbrechungen sanft und mannigfaltig, und
führt niletzt an einem Vanernhause vorüber, wo man gain be-
quem Halt machen und ausruhen kann. Hier erhält man auch
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918