Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Page - 521 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 521 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

Image of the Page - 521 -

Image of the Page - 521 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

Text of the Page - 521 -

32t Puntigam ist ein hiibfches Gastliaus mit einer Brauerei '.'erdunden, wo sich die Stadtbewohner besonders im Fasching nl verschiedenen Belustigungen versammeln. Gute und billige Be- dienung erkalten dicß Gasthaus schon länger als drei Tecen- nien im guten Rufe. An der gleichen Straße weiter nach Süden liegt das Dorf Feldkirchen, das mit den Dörfern Gebern und Abtissen- dorf in unmittelbarer Verbindung steht. Wie bereits ange- führt , war ^eldkirchen vom XI. Jahrhundert bis über die Mitte des XII der Sitz der gegenwärtig in Straßgang be- findlichen Pfarrei, und hatte daher eine größere Wichtigkeit als dermale»; auch vom XVI. Jahrhundert, das über Steier- mark manches Trübsal brachte, rühren noch einige unverwischte Spuren her, wie namentlich die im Jahre 1582 nach der Schlacht bei Fcruitz von Ibrahim Pascha aufgeworfene Schanze, die noch jetzt unter dem Namen „Türkengraben" bekannt ist. Anmutbigcr ist Fernih gelegen, indem fcwol die östlich« Hügelkette einerseits, als die Auen der Mnr andererseits an die Zahlreichen Häuser dieses Dorfes heranrücken. Einen freund- lichen Eindruck macht übcrdieß noch die freigestellte, über die Giebel der Dächer hcch emporragende Kirche, die vom Herzog Friedrich im Jahre 1314 erbaut wurde. Die Gegend von Fernitz bis Liebenau aufwärts ist als Schlachtfeld in der?an- dcsgcschickie merkwürdig. Hier besiegten Hans Haitianer von Hatzcnslcin und Hans Nngnad Freiherr von Sonneck mit 3N<) Neiicrn und eben so vielem Fußvolkc die dreimal so starte Armee des Ibrahim Pascha im Jahre 1532, so daß 8000 Türken auf der Wallstadt blieben. Ncber den Gräbern der Muselmänner wallen jetzt die üppigsten Saaten. Lieben««, St. Peter und Frcischloß. Näher der Stadt, tauin in der Entfernung von einer Stunde liegt etwas versteckt in den Auen der Mur und zwi- schen den Häusern des gleichnamigen Dorfes das Schloß Lie- bcnau. Zwei Wege führen dahin, der eine durch den Mün,- graben über das Schloß Harmansdorf (Hadcmarsdorf, Hcr- mannsdorf), einem kleinen, im mittelalterlichen Stule gebau- ten Schlöffe, das herrlich am Rande der Schutt-Terrasse liegt; der andere hingegen über die Schönau, einem ekedem viel häusiger als jetzt besuchten Gasthause, letzterer ist jedenfalls, wenigstens für Fußgänger, vorzuziehen.
back to the  book Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung"
Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Grätz