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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 538 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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538 dieser Stadt eine Ausnahme machen und ihn nicht so schrei- ben und sprechen, wie er, nach der Entwicklungsstufe, auf welcher sich die neuhochdeutsche Mundart jetzt befindet, l,cut zu Tage im Deutschen geschrieben werden muß, auch wenn cr wirklich von dem slawischen Worte Grade; stammte. Wie jede andere Sprache ist auch die deutsche Mund- art, als ein Organisches, in ihrer Entwicklung cigenlhümlichen Gesetzen gefolgt und hat Phasen durchgelcbt, die von uns nickt willkürlich bei Teile geschoben oder vergessen werden dürfen. Der allgemein verehrte Nestor der deutschen Sprach- forscher, Jakob Grimm'), weiset in seiner Grammatik nach, wie nach den Gesetzen der deutschen Sprachbildung im Laufe der früheren Jahrhunderte, besonders aber vor der zweiten Hälfte des XII. Jahrhunderts, das n in sehr vielen Worten durch den Nebergang in o in den Umlaut ao sich umgewandelt habe. Tort kann man auch lesen: ,,X. Wie althochdeutsch für „beide <?, besonders aber für den umlaut des », mwcilen »e „geschrieben wird, so erscheint auch in Handschriften des 12-, „weniger schon des 13. jahrhunderts dieselbe be;cichnung offen- „bar kurzer vocallaute. Im althochdeutschen ft'stcm ist sie leid' „licker; da sich noch kein langes « (umlaut des ») entwickelt „hat; mittelhochdeutsch aber muß die genauere schrcibung, wie „si ü von ae, ü von üo sondert, nolhwendig ein kurzes i> „von dem langen Ze unterscheiden. Dies « gilt demnach 1. „für e; 2. für i: selten u. s. w." Es wird dort in den nun folgenden Stellen ga»; genau nachgewiesen dasjenige, was ich durch die Zusammenstellung der Urkunden aller Schreibweisen vom I. 8^1 an in der aufeinander folgenden Schreibung des Namens Gretz in dem nächsten Hefte der steicrmärkischen Zeitschrift deutlich ersichtlich machen werde, nämlich: daß sich aus dem a das e und aus diesem der Ilmlaut ä entwickelt habe; ferner, daß das ä zur Vezeichnuog des e gebraucht wer- den sei u. s. w. Dieselbe Ansicht entwickelte auch der um die deutsche Sprache verdiente Prof. Maßmann in einem an meinen ge- lehrten Freund Dr. Fr. Nnger gerichteten Vricfe. Wie sehr mußte es daher uns Alle, die wir den Inhalt jenes Schreibens kannten, überraschen, eben diesen Gelehrten unter den ;ur Un- terstützung der von dem Freiherr« von Hammer-Purgstall auf- >) D>»>schc Grammatik, Von Ialob Grmmi, Elster Thcil, Drille Aufinge,
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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