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Kunst
Zcil mit der Idee sympalilisicrlc. aus den öslcrrcichi-
schen Ländern ein Königreich zu bilden und es den
Königreichen Bölnnen und Ungarn an die St·'l tc zu
sll'ilen.
Kunst
Uit. öslcrrcichische Kunsl isl so reichhaltig und
vicHttllig, daß wir im Rahmen dieses Buches nur
gam~ unvollkommen auf einige ihrer Lcillinicn hin-
wciseJ. können. Die Eigenständigkeil Osterreichs auf
diesem Gt bicll' zeigt sich schon bald, indem F.in-
Tlüssc au< allen Nachbarländern (insbcsonclcrc aus
Ilalien) aufgenommen • und vcrm·beilct werden. Der
ösLCJt·cichische Raum wirkl mil, so daß, gcslülzl auf
ihn, die Städlc unse•·cs Vaterlandes einen· \'orsprung
erhalten, "den die Slädle Flanderns und Dculschlands
nichl aufholen können . Dieser ös[erreichische Um-
raum isl auch der wichligslc Faklor in der Bildung
einer ebenso spezifischen östcrrcichisC'hcn Kunst··
(Emtuerich Schaffr<lll : Kunstgeschichte C>slerreichs,
Wien, 1948, S. 14/l.'iJ. - Die Cberreslc aus der I'Or-
römisehen Lmd römischen Zcil Osll'rreichs sind na-
turgemäf; sehr dürftig. Wir besitzen allchrislliehc
Kull~t ii ttcr (Gerlru(k\laximuskapcllc im Salzburger
Mönehsherg, eine Kirche in Laurcaeum-Lorch, einen
unbestimmbaren Raum in d9n Untcrgewöl ben der
blll grnländischcn Burg Locken haus) und Kirchen
au; den lelztcn Tagen der Hömerherrschefl rSüd-
tirol und Kärnlen). Plastik und bildhauerische Arbei-
ten dienen dem Kirchenschmuck Es isl möglich, daß
wi.J in Frankreich auch in Osterreich sich kellischc
Kt!nstüberlicfcrungen über die Römerzeit hinweg be-
luwptel haben. Einige Forscher glauben aucl1 an
ein Forlleben des t·ömisehcn Hausstiles in den zahl-
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Das Handbuch des Österreichers
- Title
- Das Handbuch des Österreichers
- Editor
- Ernst Görlich
- Publisher
- Österreichischer Kulturverlag
- Location
- Salzburg
- Date
- 1949
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 8.1 x 12.1 cm
- Pages
- 376