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Das Handbuch des Österreichers
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Zentralverwaltung pas verschieden rasch YOr sich. Einer der ersten. der einen "Beamlenstaat" schafft, isl der Hohen- staufe Kaiser Friedrich II. (1212- 1250), der als Erbe der normannischen Könige \'On Sizilien in seinem unteritalienischen Erbreich die Verwaltung nach sol- -chen Gesichtspunkten organisiert. Für Osterreich wird nun die ßccrcgnung der Häuser Hubsburg und Burgund schicksalhaft. Kaiser Maximilian I. (1-193 - l 5HJ) vermiihll sich mil der Erblochirr des mäch- tigen Herzogs von Burgund Kar! des Kühnen (142-! --l-177) und bringt das burgundische Erbe (im we- sentlichen das heutige Holland, Belgien, die Franchc- Comtc und das heutige französische Burgund) an sein Haus. Das Herzogtum Burgund aber halle ,·on Frankreich schon die neue Arl beamtenstaallicher \'crwallung und Behördenorganisation übernommen. Aus drcibundci·Ljährigcr Auseinandersetzung zwi- schen kapetingiscl1em Königtum und den Ständen waren die Zentralbehörden geboren worden, die sich von der Person des Herrschers losgelöst hallen, an einem beslimmlen Orl ihren Silz aufschlugen und ohne nlerbrechung amlicrtcn. Frankreich und Bur- gund waren auch die Länder, in denen arn Ausgang des .'v[illelalters die Agrarwirtschall nicht mehr die ansschlaggebende Rolle spiele. Trolz seiner \Cer- hiillnismäßigen Kleinheil (in Quadratkilometern aus- gerlri'Jckt) gehörte Burgund zu den Großmächten des 15. Jahrhunderts. Die burgundische Art der \'erwal- luncl wurde durch den Österreichischen Landcs- hcrm , der zugleich der Herrscher Burguncis war, nucl1 seinen Erblanden übertragen. Was im Westen Europas ein Prozeß war, der sich ·im Verlauf von Ccnrrationcn zutrug, ist im Osterreich Maximilians I. innerhalb eines einzigen i\Ienschenallers vor sich gegangen. i'I'I a x im i 1 i a n I. i l cl es h a I b i m ur- 352
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Das Handbuch des Österreichers
Title
Das Handbuch des Österreichers
Editor
Ernst Görlich
Publisher
Österreichischer Kulturverlag
Location
Salzburg
Date
1949
Language
German
License
PD
Size
8.1 x 12.1 cm
Pages
376
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